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Asyl-Neubau nicht mehr nötig

Wiemersdorf Asyl-Neubau nicht mehr nötig

Der ursprünglichen Idee, auf einem 700 Quadratmeter Grundstück, das sich im Gemeindebesitz befindet, neue Unterkünfte für Asylbewerber zu bauen, hat die Gemeindevertretung in Wiemersdorf in ihrer Sitzung am Mittwochabend eine Absage erteilt.

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Hier, an der Kieler Straße neben der Bushaltestelle, hätte die neuen Asylunterkunft gebaut werden können. Dieser Plan wurde von den Gemeindevertetern nun verworfen.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Wiemersdorf. „Es hat sich mittlerweile viel getan, wir haben inzwischen sieben Interessenten, die Asylbewerber unterbringen wollen. Warum sollen wir uns ohne Not ein derartiges Projekt ans Bein binden?“, argumentierte Hans-Herman Schümann (SPD). 600000 Euro hätte die Gemeinde für das Projekt aufbringen müssen. Das sei angesichts diverser größerer Projekte, „vor denen wir nicht weglaufen können“, nicht zu vertreten, so Schümann. Er nannte die anstehenden Investitionen in Kindergarten, Schwimmbad und den Bau des Markttreffs. Allein für ihn stellt die Gemeinde einen Millionenbetrag aus eigenen Mitteln bereit.

 „Außerdem müssten wir für den Bau neuer Unterkünfte erst einen Nachtragshaushalt beschließen, da im laufenden Haushalt nur eine Summe von 200000 Euro für Flüchtlingsunterbringung eingestellt wurde“, betonte Schümann. Seinen Argumenten folgten auch die anderen Gemeindevertreter.

 Sven Klinger von der Amtsverwaltung hätte nicht damit gerechnet, dass sich die Unterbringungssituation der Flüchtlinge so gut über den privaten Wohnungsmarkt regulieren lässt. Klinger kümmert sich unter anderem um die Anmietung von Flüchtlingsunterkünften im Amt Bad Bramstedt-Land. „Derzeit sind 15 Flüchtlinge in Wiemersdorf untergebracht, vier weitere folgen bald. Es sind aber noch drei zusätzliche Objekte für weitere 18 Personen vorhanden“, erklärte er. In diesem Jahr müssen noch 118 neue Flüchtlinge in den 14 Dörfern des Amtes untergebracht werden.

 Die Gemeindevertreter gaben außerdem dem Architekturbüro Gebrüder Schmidt aus Bad Segeberg das Okay für die weitere Detailplanung des Markttreffs. Dazu gehört unter anderem die Verlegung der Versorgungsleitungen. Architekt Kurt Schmidt wird den Auftrag jetzt ausschreiben und hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele regionale Firmen mit ins Boot zu holen. Zusätzlich übernimmt das Architekturbüro die Bauleitung vor Ort. Kurt Schmidt rechnet mit dem Baubeginn spätestens im Herbst.

 Bürgermeister Gerd Sick nutzte die Gemeindevertretersitzung, den am vergangenen Sonnabend neu gewählten Wehrführer Jens Kruppa durch die Gemeindevertreter bestätigen zu lassen. Außerdem vereidigte er Kruppa als Ehrenbeamten.osp

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