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Der Markttreff kann kommen

Wiemersdorf Der Markttreff kann kommen

Dem Projekt Markttreff steht nichts mehr im Wege, sagt Bürgermeister Gerd Sick. „Im August oder September kann mit dem Bau an der Kieler Straße begonnen werden.“ Danach dauert es voraussichtlich zehn bis zwölf Monate, bis das Wiemersdorfer Dorfhaus steht.

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An der Kieler Straße steht bisher nur das Bauschild; im nächsten Jahr soll dort der Wiemersdorfer Markttreff als Mittelpunkt des Dorflebens stehen.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Wiemersdorf. Für das Projekt wurden 1,97 Millionen Euro veranschlagt. 750000 Euro an EU-Fördermitteln sind eingeplant. Mit dem neuen Gebäude entsteht mehr als nur ein Dorfgemeinschaftshaus. Um Fördermittel in Anspruch nehmen zu können, muss ein sogenannter Markttreff entstehen, an den Auflagen geknüpft sind. Dazu gehört, dass der Markttreff die Nahversorgung der Bürger sichert. Hierfür wird im rechts gelegenen Teil des Gebäudes ein Lebensmittel-Laden auf rund 100 Quadratmetern entstehen. Ernsthafte Interessenten hierfür gibt es auch schon. Die Familie Paul, die bereits jetzt schon den kleinen Shop „Coffee und Snacks“ an der Kieler Straße betreibt, möchte ihren Geschäftsraum vergrößern. In den neuen Räumlichkeiten stehen den Kunden, die dort neben dem Einkauf auch einen Kaffee trinken können, dann auch Toiletten zur Verfügung.

 Ebenfalls in diesem Gebäudeteil wird sich ein 36 Quadratmeter großer Mehrzweckraum befinden, der von der Gemeinde genutzt wird, zum Beispiel für Gemeindevertretersitzungen, Versammlungen der Vereine und andere Aktivitäten der Wiemersdorfer.

 Ein Saal mit knapp 130 Quadratmetern, der durch eine Schiebetür um weitere 88 Quadratmeter erweitert werden kann, dient größeren Festivitäten. Außerdem befinden sich dort noch eine eingebaute Bühne mit Nebenraum, die insbesondere der Theatergruppe des TSV Wiemersdorf gute Dienste leisten werden, sowie ein Stuhllager. Auch ein Sekttresen ist im Bereich des Saales vorgesehen.

 Der zweite, linke Gebäudeteil dient einer Gaststätte mit Clubraum und allen dazu notwendigen Einrichtungen wie Küche und Kühlraum. Diese Lokalität will die Gemeinde verpachten. „Um hierfür einen geeigneten Pächter zu finden, werden wir mit dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga zusammenarbeiten“, sagte der Bürgermeister. Inwieweit der künftige Pächter auch den Saalbetrieb übernimmt, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass die Gemeinde die Gaststätte voll eingerichtet verpachten wird. Dadurch, das hatte Gerd Sick im vergangenen Jahr von einem Steuerberater erfahren, kann die Gemeinde 276000 Euro Vorsteuer sparen. Allerdings muss von dieser Einsparung noch die Anschaffung der Einrichtung, die grob geschätzt bei 80000 Euro liegen könnte, abgezogen werden.

 Von beiden Gebäudeteilen aus nutzbar werden die Sanitärräume sowie Garderoben sein. Außerdem sollen Terrassen und ein Biergarten im Außenbereich zum Verweilen einladen. Als weitere mögliche Nutzer für den Dorftreff haben schon die evangelische Kirchengemeinde und die Volkshochschule Bad Bramstedt Interesse bekundet, ohne dass es jedoch schon feste Pläne gibt.

 Entstehen wird der Markttreff auf dem knapp 4000 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem früher die Dorfgaststätte „Zur Post“ gestanden hatte. Diese hatte die Gemeinde, nachdem der Eigentümer den Betrieb aufgegeben hatte, gekauft und als Dorfhaus genutzt. Allerdings war das Gebäude so marode, dass Überlegungen zur Sanierung als unwirtschaftlich verworfen wurden. Nach Abzug der Zuschüsse und der Vorsteuer muss die Gemeinde, die unter anderem auch aufgrund guter Gewerbesteuereinnahmen durch Windkraft finanziell positiv dasteht, rund eine Millionen Euro aus eigener Kraft zu den Kosten beisteuern. Kalkuliert wurde die jährliche Belastung durch die bisher begleitende Planungsfirma mit rund 34000 Euro. Dies sei aber erst einmal eine negative Schätzung, man hoffe, dass sich die Zahl noch nach unten korrigiere, so der Bürgermeister.

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