13 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Platzhirsch Theo lässt es röhren

Wildpark Eekholt Platzhirsch Theo lässt es röhren

Im Wildpark Eekholt ist zurzeit die Brunft des Rotwildes in vollem Gange. Täglich ab 17 Uhr werden bis zum 3. Oktober Führungen zu den röhrenden Hirschen angeboten. Den Besuchern bietet sich ein Naturschauspiel ganz besonderer Art. Letztlich geht es darum, wer der Platzhirsch im Gehege sein wird.

Voriger Artikel
Alter Bauernhof kann teuer werden
Nächster Artikel
Es gibt kaum noch gelbe Säcke

Seine Rufe senden eine deutliche Botschaft. Platzhirsch Theo gibt im Hauptrudel des Wildparks Eekholt derzeit den Ton an.

Quelle: Rainer Krüger

Großenaspe. Rothirsch Theo legt den Kopf nach hinten und röhrt, was die Stimmbänder hergeben. Die Botschaft des elfjährigen Geweihträgers ist unmissverständlich: Im 42-köpfigen Hauptrudel des Wildparks Eekholt gibt er derzeit den Ton an.

In täglichen Brunftführungen erläutern Experten des Wildparks bis zum 3. Oktober das alljährliche Naturschauspiel. „In der vergangenen Woche gab es einen richtig intensiven Tag“, sagt Ute Kröger,  Leiterin der Wildparkschule. An diesem Abend ist der Röhrpegel jedoch eher verhalten. Theo belässt es beim gelegentlichen Brüllen. Einen Kampf mit seinem potenziellen Rivalen, dem zehnjährigen Claudius, liefert er sich nicht.

Entspannte Stimmung bei Hirschkühen

Das Gute an der entspannten Stimmung im Rudel: Ohne störende Geplänkel sind die Hirsche beim Füttern zutraulich. Das freut Hannah Linke (10) aus Strukdorf. Aus einem von Kröger herumgereichten Eimer nimmt sie Äpfel und hält sie an den Gehegerand. Hirschkühe nehmen das Angebot gerne an und fressen ihr aus der Hand. Anschließend lassen sich die Tiere dann auch noch streicheln. „Ich komme gerne hierher“, sagt sie lächelnd. So sehen es auch ihre Eltern Simone und Dirk Linke und Bruder Thies.

Doch obwohl das Paar zu den langjährigen Besuchern zählt, können sie bei den Führungen noch lernen. „Wenn Sie eine schöne Geweihstange im Wald finden, können Sie die nicht einfach mitnehmen. Das wäre dann Wilderei. Damit alles legal wird, müssen Sie den zuständigen Jäger fragen“, klärt Kröger im Eingangsvortrag auf.

Auch warum das Geweih an Holz erinnert, weiß Kröger. „Während des Wachstum ist es es von der Basthaut umgeben. Nach dem Ende der Phase wird die Haut dann an Pflanzen abgestreift. Der Pflanzensaft sorgt für die holzähnliche Färbung.“

Junger Platzhirsch bei den Blesshirschen

Obwohl seine linke Stange zur Hälfte abgebrochen ist, hat auch der zweijährige Leonardo Platzhirschstatus. Der Grund: Leonardo gehört zu den Blesshirschen – einer besonderen Zuchtvariante der Rothirsche. Ihre weiße Blesse hat ihnen den Namen gegeben. „Weil die Blesshirsche selten sind, halten wir sie gesondert. In seinem Rudel ist Leonardo das älteste männliche Tier", so Kröger. 19 Hirsche gehören zu der Gruppe.

Von Rainer Krüger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3