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Seeadler nach Vergiftung wieder ausgewildert

Mit Video Seeadler nach Vergiftung wieder ausgewildert

Als der Seeadler Ende 2015 in einem Wald entdeckt wurde, war er dem Tode näher als dem Leben. Schnelle medizinische Hilfe und eine „Reha“ im Wildpark Eekholt haben dem Tier wieder auf die Beine geholfen. Jetzt konnte der stolze Vogel wieder abheben.

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Vor der Auswilderung untersuchen Elvira und Wolf von Schenk den Vogel noch einmal: Die Flügel sind in Ordnung, das Tier hat genug Muskulatur aufgebaut.

Quelle: Jann Roolfs

Roggendorf/Eekholt. Tierschützer haben einen Seeadler nach überstandener Bleivergiftung am Donnerstag im Biosphärenreservat Schaalsee wieder in die Freiheit fliegen lassen. Das 25 Jahre alte Tier war nach Angaben des Wildparks Eekholt und der Projektgruppe Seeadlerschutz Ende 2015 in einem Waldstück bei Cronskamp (Mecklenburg-Vorpommern) gefunden worden. Das kranke Tier wurde zunächst in den Zoo Schwerin und von dort aus nach Berlin gebracht, wo es eine Tierärztin bis Ende Januar behandelte.

Ein Seeadler wird am Donnerstag in Roggendorf (Mecklenburg-Vorpommern) nach einer überstandenen Bleivergiftung von einem kleinen Hügel wieder in die Freiheit entlassen.

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Die vergangenen Wochen hat der Seeadler im Wildpark Eekholt verbracht. In einer Trainingsvoliere konnte sich das Tier dort von der schweren Bleivergiftung erholen und gezieltes Flugtraining absolvieren. Der Adler stammt ursprünglich aus Schleswig-Holstein. Das Jungtier war 1991 in einem Horst bei Plön beringt worden.

Bleihaltige Munitionsreste gelten bei Seeadlern als Todesursache Nummer eins. Hierzulande leben nach Angaben der Projektgruppe Seeadlerschutz etwa 750 Paare. Allein in Schleswig-Holstein haben im vergangenen Jahr mehr als 80 Paare gebrütet. Der Bestand der Tiere hat sich seit den 1990er Jahren gut entwickelt. Zuvor hatte das inzwischen verbotene Pflanzenschutzmittel DDT die Bestände dezimiert.

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