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Wetter hielt Besucher fern

Wildpark Eekholt Wetter hielt Besucher fern

Der Wildpark Eekholt hat im letzten Jahr zwar etwas unter den Wetterkapriolen gelitten, wie Geschäftsführer Wolf von Schenck beim Neujahrsempfang in den zum Park gehörenden „Kiek-ut-Stuben“ sagte. 247000 Besucher passierten 2015 die Eingangspforte -13000 weniger als im Vorjahr.

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Wildparkinhaberin Theda Hatlapa (rechts) gratulierte ihrer treuen Mitarbeiterin Kubich. Sie ist seit 25 Jahren im Wildpark beschäftigt. Es sei ihr ein Herzensanliegen gewesen, im Wildpark zu arbeiten, und das habe sie nie bereut, sagte die Jubilarin.

Quelle: Einar Behn

Großenaspe-Eekholt.. Die Eintrittspreise werden sich 2016 nicht verändern (9 Euro Erwachsene, 7,50 Euro Kinder), auch nicht die der immer beliebter werdenden Jahreskarten (Familienkarte: 59,50 Euro, Einzelkarte: 25,50 Euro). Davon konnten im letzten Jahr rund 6900 verkauft werden - 500 mehr als 2014. Von Schenck bedankte sich bei „allen Besuchern ganz herzlich für ihre Treue“. Sie ermögliche dem Wildpark, sich wichtigen Aufgaben wie Umweltbildung, Artenschutz und Vogelpflegestation zu widmen.

 44 Prozent der Besucher sind Kinder und Jugendliche. Damit habe das Niveau des Vorjahres gehalten werden können, sagte Ute Kröger, Leiterin der Wildparkschule. Es werde aber zunehmend schwerer, Schulklassen für Umweltpädagogikprojekte in die Wildparkschule oder auf das Projektgruppengelände zu holen. Grund sei die schwache Finanzausstattung der Schulen, manchmal auch „fehlende Energie und Willen der Lehrer“ oder die Mangel an Unterstützung seitens der Eltern.

 Einen wesentlichen Beitrag zu der hohen Besucherzahl leisteten 2015 wieder die zahlreichen Sonderveranstaltungen. Zu den Rennern zählten erneut die Wolfsnächte im Februar. Gut 3000 Besucher kamen. Die erste Wolfsnacht hatte es 1996 gegeben. „Wir begrüßten die Besucher noch persönlich“, erinnerte sich Ute Kröger. Doch schon im darauffolgenden Jahr kamen 1000 Interessierte. Die drei „Dunkel-Munkel-Nächte“ litten 2015 besonders unter schlechtem Wetter. Statt 15000, wie 2014, kamen im letzten Jahr nur 10000 Besucher.

 Das Thema „Wolf“ beschäftigte die Mitarbeiter des Wildparks auch 2015 in besonderem Maß. Seit 2011 war Eekholt das Wolfsinfozentrum des Landes Schleswig-Holstein. Aufgrund der steigenden Zahl von Wolfshinweisen sei die Arbeit aber ehrenamtlich nicht mehr zu leisten gewesen, sagte von Schenck: „Wir waren teilweise mehr als 80 Wochenstunden ehrenamtlich damit beschäftigt.“ Das Monitoring und das Thema Herdenschutz seien deshalb Mitte 2015 an hauptamtliche Mitarbeiter von Landesbehörden abgegeben worden. „Wir konzentrieren uns jetzt wieder auf das, was wir beim Thema Wolf für besonders wichtig halten: die Öffentlichkeitsarbeit.“ Mit der im März 2015 eröffneten „Eekholter Wolfsmeile“ mit einem Infohaus leiste Eekholt dazu einen wichtigen Beitrag. Das Informationsbedürfnis sei nach wie vor groß, hat von Schenck festgestellt. Beispielsweise fragten auch Eltern in Eekholt an, die ihre Kinder in einem Waldkindergarten haben, welche Gefahr von den Wölfen ausgeht.

 Im neuen Jahr plant der Wildpark den Bau einer großen Fuchs- und Dachsanlage auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern. Anlass war der überraschende Tot des Dachsweibchens Emma, das nur sieben Jahre alt wurde, sagte von Schenck. Im stolzen Alter von 14 Jahren sei zudem ein Fuchs gestorben. Anstatt die vorhandenen Gehege mit neuen Tieren aufzufüllen, sei der Plan gefasst worden, eine gemeinsame Anlage für beide Arten zu schaffen. Sie soll auch ein Tunnelsystem bekommen, in das die Besucher hineingucken können.

 In Eekholt sind zurzeit 41 Mitarbeiter beschäftigt, darunter auch Auszubildende und Absolventinnen des Freiwilligen Ökologischen Jahres und des Bundesfreiwilligendienstes. Der Wildpark war vor 45 Jahren von dem Ehepaar Hans-Heinrich und Theda Hatlapa gegründet worden, zunächst als Rotwildforschungsgehege. Die Osterau fließt durch den Park. Hatlapas konnten dadurch erreichen, dass der Fluss seinen natürlich schlängelnden Lauf behielt. Heute steht die Osterau unter europäischem Naturschutz. Hans-Heinrich Hatlapa starb 2009. Heute gehört die Anlage seiner Frau und der Enkelin Isabelle Mahnert. Der Wildpark ist 67 Hektar groß.

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Einar Behn

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