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Entspannt beim ersten Schnee

Winterdienst im Kreis Segeberg Entspannt beim ersten Schnee

Schnee und Schneeregen haben am Dienstagmorgen einen Vorgeschmack auf den Winter mit sich gebracht. Doch auf den Straßen blieb kaum etwas liegen von der weißen Pracht, und auch der Verkehr lief weitgehend reibungslos. Der Straßendienst ist aber für die kalte Jahreszeit gewappnet.

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Die schönen Seiten des Winters genoss René Hopf aus Bornhöved am Dienstag mit seinen Hunden Peanut, Fisco und Carlotta. Beim Spaziergang im Erlebniswald Trappenkamp erlebten Zwei- und Vierbeiner einen weißen Winteranfang noch. Ob es zu Weihnachten die romantische Schneelandschaft noch geben wird, ist noch offen.

Quelle: Detlef Dreessen

Kreis Segeberg. „Das war heute Morgen ganz entspannt“, sagte am Dienstag Martin Utsch, der den Winterdienst auf den Kreis- und Gemeindestraßen organisiert. Die Straßen und der Untergrund seien noch zu warm, als dass sie überfrieren könnten. In der Einsatzleitstelle der Polizei brachte der Wintereinbruch daher ebenfalls keine Mehrarbeit.

 Utsch’ Kollegen mussten noch nicht in aller Frühe raus und räumen und streuen. Darauf sind sie seit Monatsbeginn vorbereitet. Die Salzhalle ist bereits mit Streusalz gefüllt. 2000 Tonnen lagern auf dem Bauhof. Gestern blieb der Vorrat unangetastet, doch das kann sich schnell ändern. Die Schneefräse ist einsatzbereit und auch die Fahrer stehen in Abrufbereitschaft.

 „Das war ganz gut so, dass erst der Schnee kam. Da konnten sich die Autofahrer auf den Winter einstellen“, meinte Peggy Bandelin, Sprecherin der Polizeidirektion Bad Segeberg. Den Beamten seien keine witterungsbedingten Unfälle gemeldet worden – „glücklicherweise“.

 Für die Winterdienstler ist ein milder Winter der beste Winter. Da sind sich die Arbeiter, die bei Eis und Schnee die Straßen befahrbar halten sollen, einig. So gesehen kann sich die Bilanz des Winters 2015/2016 sehen lassen. Bis auf zwei Tage lag kein Schnee, dennoch gab es 24 Einsatztage, wegen überfrierender Nässe am Morgen. Darauf blickt Martin Utsch, Einsatzleiter für kommunale Dienste beim Wege-Zweckverband (WZV), zurück. So könnte es weitergehen für ihn und seine rund 36 Winterdienst-Kollegen der Verwaltungsgemeinschaft Bauhof, einem Zusammenschluss von Kreis und WZV. „Genau voraussagen lässt sich der Winter aber leider nicht und darum bleibt uns nichts anderes übrig, als gut gerüstet zu sein, wenn es soweit ist“, so Utsch.

 2000 Tonnen Streusalz und ein Laugentank lagern in der Salzhalle auf dem WZV-Betriebshof. Das Befüllen der Fahrzeuge sei durch den Neubau komfortabler und effizienter geworden. Die Fahrzeuge seien dadurch schneller wieder im Einsatz, berichteten die Fachleute. Die Lauge, genau gesagt eine Magnesium-Chlorid-Lösung, wird dem Salz erst auf dem Fahrzeug kurz vor dem Aufstreuen zugesetzt. Dadurch soll das Salz besser auf den Straßen haften.

 Denn es ist ein langes Netz, das die Arbeiter abfahren und möglichst frei halten müssen. 560 Kilometer Straße müssen von Schnee und Eis befreit werden, wovon 420 Kilometer Kreisstraßen und der Rest Gemeindestraßen sind. Das rechnete Jan Lawerentz, Bereichsleiter Kommunale Dienste beim WZV. Dazu ist der Kreis in zwölf Bezirke eingeteilt. Sie werden mit zwölf Fahrzeugen angesteuert, die je nach Wetterlage, mit einem oder zwei Fahrern besetzt sind. Utsch: „Früh morgens um 4 Uhr ist Lagebesprechung, dann wird je nach Wetterbericht entschieden, ob die Fahrzeuge ausrücken müssen. Bei extremer Wetterlage sind diese dann von 4 Uhr bis 19 Uhr im Einsatz.“

 Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, im Winter noch mehr Vorsicht und Rücksicht als sonst zu nehmen. Autofahrer, die in der Dämmerung mit eingeschaltetem Tagfahrlicht unterwegs sind, gefährden andere, weil die Schlussleuchten nicht in Betrieb sind und eine Sichtbarkeit von hinten somit stark eingeschränkt ist.

 Fahrrad sollten ihre Gefährte überprüfen und die Beleuchtung grundsätzlich einzuschalten. Sie und alle Fußgänger sollten zudem helle Kleidung möglichst mit reflektierenden Applikationen tragen.

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