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Gewerbeverein will durchstarten

Wir für Segeberg Gewerbeverein will durchstarten

Die fast schon abgewickelte Unternehmergemeinschaft "Wir für Segeberg" will nach den Sommerferien noch einmal durchstarten – mit neuen Leuten und neuer Struktur. Monatelang war es nicht gelungen, überhaupt jemanden für den Vorstand zu finden.

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Jörn Wohlgehagen (von links), Dirk Lemcke und Dieter Koep sind nur noch vorübergehend als Vorstand aktiv. Sie wollten in dieser Konstellation schon längst aufhören.

Quelle: Archiv

Bad Segeberg. In den vergangenen Jahren übte der Verein, der die Nachfolge der im Streit zerbrochenen Werbegemeinschaft Kalkbergring angetreten hatte, seine angestrebte Funktion als Sprachrohr der Gewerbetreibenden nur sehr sporadisch aus; als Veranstalter von Aktionen in der Innenstadt sah er sich ohnehin nicht mehr. Vorstandssitzungen wurden für die Beteiligten zu mitunter einsamen Abenden.

 Vor allem das Konzept, die verschiedenen Branchen in Initiativkreisen zu bündeln und deren Vorsitzende im Vorstand zusammenzuführen, ist laut Schatzmeister Dieter Koep nicht zukunftsfähig. „Für die Anfangszeit war das eine sehr schöne Struktur“, sagt er. Doch es sei schwierig, das nötige Personal zu finden. Einige dieser „IKs“ waren sehr aktiv, andere hingegen so gut wie gar nicht. Daher soll nun eine zehnköpfige Vorstandsmannschaft her, deren Posten nach Ressorts besetzt wird. So soll jeder für einen fest definierten Teilbereich zuständig sein. Der Vorteil: Man kann sich nicht mehr blind auf seine Nebenleute verlassen.

 Koep freut sich, dass zumindest ein Schreckgespenst mittlerweile abgewehrt ist: „Es ist nirgendwo mehr die Rede davon, den Verein aufzulösen. Ich gehe davon aus, dass er fortgeführt wird – mit neuem Schwung.“

 Peter Dollhopf, der sich während einer Krisensitzung im Frühjahr als Einziger bereit erklärt hatte, als Vorsitzender zu kandidieren, hat seine Bewerbung allerdings inzwischen zurückgezogen. Werbeexperte Dollhopf war bereit gewesen, in die Bresche zu springen, fand aber keine weiteren Kandidaten für die anderen Vorstandsposten. In der Folge gab er seine Ambitionen auf den Vorsitz auf.

 Hinter den Kulissen wird derzeit eifrig sondiert und verhandelt. „Es sieht im Moment so aus, dass wir sogar mehr als die zehn Leute haben, die wir brauchen“, erklärt Koep. Daher könne manche Position eventuell sogar mit Stellvertreter besetzt werden. Kampfabstimmungen und daraus resultierende Frustrationen will man in der Aufbruchstimmung offenbar unbedingt vermeiden.

 Wir für Segeberg hat rund 130 Mitglieder und repräsentiert etliche Unternehmen und Branchen aus der Kalkbergstadt. Vor allem, wenn es um die Interessen der Kaufmannschaft geht, soll der Verein gegenüber Stadtverwaltung und Kommunalpolitik in Erscheinung treten. In dieser Hinsicht ist allerdings noch viel Luft nach oben.

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