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Sicherheit im Haus: So geht das

„Wir für Segeberg“ Sicherheit im Haus: So geht das

Ein einfacher Schraubendreher reicht zum Eindringen in ein Haus oder eine Wohnung. Wie schnell das gehen kann, demonstrierte die Polizei auf dem Bad Segeberger Marktplatz. Der Unternehmerverein „Wir für Segeberg“ hatte aufklärende Aktionen zum Thema Sicherheit organisiert.

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Am Stand der Polizei wurde gezeigt, wie leicht Einbrecher durch ungesicherte Fenster kommen können.

Quelle: Matthias Ralf

Bad Segeberg. Ein buntes Programm erwartete die Besucher – und viele interessante, teilweise erschreckende Informationen rund um das Thema Sicherheit. „Es gibt keinen absoluten Schutz“, sagte Hauptkommissar Schlichting von der Präventionsstelle der Polizeidirektion Bad Segeberg. Seine Kollegen Bernd Kanert und Anna Maywald berieten ebenfalls über den besten Einbruchschutz. „Der mechanische Schutz ist der entscheidende“, erklärte Schlichting. Viele Täter gäben schnell auf, wenn sie nach kurzer Zeit kein Fenster an einem Haus öffnen können. Schließsysteme mit Pilzkopfverschluss seien ratsam. Auf dem Marktplatz demonstrierte der Beamte, wie er mit ein paar geübten Handgriffen und einem großen Schraubenzieher ein Fenster in Windeseile öffnen kann. Noch einfacher wird es bei einem gekippten Fenster. „Das ist, als ob es offen wäre“, sagte Schlichting. Problematisch kann es dann für die Einbruchsopfer werden. Viele Versicherungen zahlten nicht, wenn es den Einbrechern zu leicht gemacht wurde.

 Viele Unternehmen und Institutionen wie die Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg mit feurigen Vorführungen, der Opferhilfe-Verein „Weißer Ring“ mit Informationen und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit leckerem Rübenmus beteiligten sich an der Initiative „Segeberg soll sicher sein“. Viele Besucher stellten Fragen zu Einbrüchen und waren mitunter bestürzt, wie einfach es sein kann, ohne Schlüssel in ein Gebäude hineinzukommen.

 Helfen können neben der richtigen mechanischen Einbruchsicherung auch Alarmanlagen. Die Sicherheitsfirma Mebo stellte unter anderem eine kabelfreie Funk-Alarmanlage vor, die in jeder Wohnung auch nachträglich installiert werden könne. „Die Beratung findet immer individuell vor Ort statt“, erklärte Mitinhaber Ralf Menck.

 Margot Wäsch und Friedrich Wilhelm Cochanski stellten die Arbeit des Weißen Rings vor. „Wir können auf vielen unterschiedlichen Ebenen helfen“, erklärte Margot Wäsch. Menschlicher Beistand, persönliche Betreuung, Begelitung zu Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht bis hin zur Übernahme von Anwaltskosten – die Hilfe für Opfer von Kriminalität ist bei der gemeinnützigen Organisation vielfältig.

 Hunderte Besucher nutzten die Angebote auf dem Marktplatz. Familien mit Kindern kamen am Stand der Freiwilligen Feuerwehr nicht vorbei. Lustige Wasserspritzenspiele und Urkunden gab es bei den Brandbekämpfern. Die Blauröcke gaben zudem nützliche Informationen über Rauchmelder sowie das Verhalten bei Bränden im Haushalt.

 Am Ende zogen die Organisatoren eine positive Bilanz: „Wir haben uns bisher zu schlecht verkauft“, meinte Marlis Stagat, neue Vorsitzende des Bad Segeberger Unternehmervereins. „Wir wollen unsere Aktionen in Zukunft aktiver steuern.“ Daher sei es wichtig, eine Aktion wie „Segeberg soll sicher sein“ zu unterstützen und die Interessen der Segeberger in unterschiedlichen Bereichen zu bedienen. „Wir wollen beraten, informieren und aufklären“, sagte Fenja Hesselschwerdt von der Tischlerei Bartholl, die bei „Wir für Segeberg“ für die Mitgliederbetreuung zuständig ist.

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