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Unternehmerverein macht weiter

„Wir für Segeberg“ Unternehmerverein macht weiter

Nach nur zwei Minuten war die Auflösung von "Wir für Segeberg" vom Tisch. Der entsprechende Punkt der Jahreshauptversammlung wurde gestrichen. Nach zweistündiger Diskussion hatte die kriselnde Unternehmergemeinschaft aber immer noch keinen neuen Vorstand.

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Peter Dollhopf möchte Vorsitzender von "Wir für Segeberg" werden.

Bad Segeberg. Immerhin warf im Hotel Residence ein Interessent für den Vorsitz den Hut in den Ring: Werbefachmann Peter Dollhopf von der Agentur scan+design.

 Sechs Jahre nach der Gründung als Nachfolgeverein des 2009 aufgelösten Kalkbergrings muss Wir für Segeberg entscheiden, wohin der Weg nun führen soll – und mit wem. Die bisherige Vorstandsmannschaft mit dem Vorsitzenden Dirk Lemcke, seinem Stellvertreter Jörn Wohlgehagen und Schatzmeister Dieter Koep hört geschlossen auf. Das Trio beklagt zu wenig Impulse aus den Initiativkreisen und der Mitgliedschaft. Vor allem Koep hält die Struktur des Vereins für ungeeignet und würde nur im Falle grundlegender Änderungen erneut antreten. „Ich brauch’ mehr Schwung.“

 Die angekündigte Diskussion über die Auflösung des Vereins, so räumte der Vorstand freimütig ein, war ein taktisches Mittel, um möglichst viele Mitglieder zur Versammlung zu locken. Von den 130 Firmen waren dennoch nur 38 im Hotel Residence vertreten. Genau diese Gleichgültigkeit hat Lemcke, Wohlgehagen und Koep mürbe gemacht.

 Die Idee, den Verein zu professionalisieren und in eine Art neue Stadtmarketing-Firma mit hauptamtlichem Geschäftsführer umzuwandeln, war schnell vom Tisch. Für solch ein Vorhaben fehlt schlicht das Geld, auch wenn die Finanzen von Wir für Segeberg mit knapp 36000 Euro auf dem Bankkonto sehr solide sind. Die Mitglieder zahlen 120 Euro Jahresbeitrag.

 Aber auch für die Variante, die Initiativkreise der verschiedenen Branchen abzuschaffen und sich nur noch projektorientiert um Veranstaltungen zu kümmern, kam bei den anwesenden Mitgliedern nicht gut an, auch wenn die Kritik an den „IKs“ deutlich wurde. „Manche Initiativkreise haben sich seit Jahren nicht getroffen“, monierte Andreas Toebs. „Da sind wir wieder im alten Trott. Aber das kann’s mit dem Verein noch nicht gewesen sein!“

 Bei der Frage nach neuem Vorstandspersonal meldete sich genau ein Mitglied zu Wort: Peter Dollhopf. Er erklärte seine Bereitschaft, als Vorsitzender zu kandidieren – und er stellte eine überfällige Frage: „Welche Rolle soll der Verein in Bad Segeberg spielen?“ Der bisherige Vorstand habe sein Amt eher verwaltend ausgeübt und ohnehin bestehende Veranstaltungen finanziell gefördert. Wir für Segeberg müsse aber ein Sprachrohr der Unternehmer sein. „So, wie es auch in der Satzung steht.“ Man müsse bei Stadtverwaltung und Politik als Lobby und Vertreter der Firmen anerkannt sein – und sich „auf Augenhöhe“ mit Möbel Kraft, Segeberger Kliniken und Kalkberg GmbH bewegen. „Wir müssen nach außen sichtbar und Ansprechpartner sein.“

 Dollhopf, ein ausgewiesener Experte in Fragen Öffentlichkeitsarbeit, wäre zweifellos zum Vorsitzenden gewählt worden – aber es fehlten Freiwillige für Stellvertreter- und Schatzmeister-Posten. Auch in einer Sitzungsunterbrechung fand sich niemand. Die Sitzung endete ergebnislos. Der bisherige Vorstand bleibt kommissarisch bis zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in vier bis sechs Wochen im Amt. Bis dahin soll Dollhopf ein Vorstandsteam um sich geschart haben.

 Eine engere Zusammenarbeit mit der Stadt bot Hauptausschussvorsitzende Ursula Michalak an. Sie hatte bereits kürzlich ein informelles Treffen mit Vertretern der Unternehmerschaft organisiert.

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