17 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Aus „Studt’s“ wird Landgasthof

Wittenborn Aus „Studt’s“ wird Landgasthof

Man kann schon erkennen, wie es im ehemaligen Studt’s Gasthof einmal aussehen wird. Seit gut vier Wochen entkernt und baut der neue Betreiber die Räume an der B206 um. Dort will Andreas Schäfer im Landgasthof Wittenborn die Kunden verwöhnen.

Voriger Artikel
Streit um Zuschüsse geht weiter
Nächster Artikel
Zeugen nach Einbruch in Arko-Filiale gesucht

Im Zuge der Renovierungsarbeiten, bei denen auch Tochter Cäsarina Gau ihrem Vater Andreas Schäfer tatkräftig hilft, wurde unter anderem fast das komplette Mobiliar entsorgt. Doch dieser Schrank, der anlässlich der silbernen Hochzeit des Ehepaars Studt 1912 erbaut wurde, soll für nostalgischen Charme im Gaststättenbereich sorgen.

Quelle: Patricia König

Wittenborn. Die „offizielle Eröffnung“ wurde kurzfristig auf 22. April verschoben. Am Freitag, 15. April, wird es als Ersatz ab 11 Uhr einen „Schnuppertag“ geben.

 „Wir haben hier fast alles rausgerissen“, erzählt der 41-jährige Schäfer. Bis auf wenige wirklich alte Stücke ist das Mobiliar entfernt worden, die Elektrik wurde erneuert, die Fenster neu gestaltet und alles hell gestrichen. Dabei sind er und sein Team, darunter auch seine Frau Susanne und einige seiner fünf Kinder, sehr gründlich vorgegangen. In den Wänden entdeckten sie alte Zeitungen als Dämm-Material, unter anderem Exemplare von „Die Flotte“ aus dem Jahr 1903. „Die werden im Flur ebenso wie andere Exponate ausgestellt“, versichert Schäfer. Der alte Hochzeitsschrank aus dem Jahr 1912, der zur silbernen Hochzeit des Ehepaars Studt angefertigt wurde, ein Teil der Theke und die rustikale Holzdecke sollen bleiben. Denn Andreas Schäfer möchte der Gaststätte den alten Charme erhalten, aber mit modernem Flair. Eine abtrennbare Bar soll für Fußball-Fans eingerichtet werden. Jörg Manschus wurde als Koch eingestellt.

 Schäfer betreibt seit Oktober des vergangenen Jahres das Bistro „Moin Moin“ im Levo-Park in Bad Segeberg. Eigentlich hatte er es als Kantine für seine Angestellten vorgesehen. Denn Schäfer ist Inhaber der Pflegenotfallteam (PNT) GmbH und Co KG, einem Intensiv- und Beatmungspflegedienst. Seine 230 Mitarbeiter kümmern sich unter anderem um etwa 100 Patienten in Schleswig-Holstein. Andere Beschäftigte aus dem Gewerbegebiet und Handwerker aus der Umgebung lassen sich den täglichen Mittagstisch aber auch schmecken, nicht nur PNT-Mitarbeiter. „Wir geben jeden Tag 100 Essen raus“, sagt Schäfer stolz. Das könnte auch in Wittenborn so ähnlich funktionieren, hofft er.

 Der Betreiber freut sich vor allem auf die Dorfbevölkerung. Das beruht wohl auf Gegenseitigkeit, denn viele Wittenborner haben schon bei ihm reingeschaut. Zu Ostern war eine Abordnung Kinder vor Ort. Die Räume stehen bald wieder für Familienfeiern und Gemeindevertretersitzungen zur Verfügung, verspricht Schäfer. Sie werden aber auch für seinen Pflegedienst als Tagungsräume, für Meetings, Fortbildungen und Feiern genutzt.

 Das Projekt ist in den Räumen der alten Gaststätte zunächst auf drei Jahre beschränkt. Denn rund um das Gebäude wollen Carsten Lange und seine drei Söhne Stefan, Dennis und Marc einen sogenannten Markttreff und ein neues Dorfzentrum bauen. Wenn alles funktioniert, hat Schäfer die Option, mit seiner Gastronomie in die alte Kate umzuziehen. Im alten Gasthof soll nach Langes Konzept ein Lebensmittelgeschäft eröffnen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3