27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Eine Frage der Gewöhnung

Wochenmarkt in Bad Bramstedt Eine Frage der Gewöhnung

Wegen des Umbaus des Bleecks musste der Wochenmarkt am Sonnabend erstmals und für längere Zeit von seinem Stammplatz im Bramstedter Zentrum weichen. Die Händler murrten zwar ein bisschen, aber nahmen es doch überwiegend gelassen.

Voriger Artikel
Wie geht’s weiter nach dem Absturz?
Nächster Artikel
Das Wasser war 16 Grad kalt

Jutta und Hans-Joachim Dörksen lobten vor allem die bessere Begehbarkeit des Platzes am Bahnhof.

Bad Bramstedt. Kunden konnten dem Umzug sogar Positives abgewinnen, wie eine Umfrage der Segeberger Zeitung ergab. Auch die nächsten Monate werden Markthändler und Kunden noch mit dem Parkplatz am Bahnhof vorlieb nehmen müssen.

 Die Bauarbeiten auf dem Marktplatz gehen nach Angaben des Bauamtes zwar zügig voran, doch bis in den Herbst hinein werden sie wohl dauern. Solange steht der Platz für den Wochenmarkthandel nicht zur Verfügung. „Es bleibt ja nichts anderes übrig, wir müssen diesen Platz annehmen“, meinte Reinhard Schümann aus Itzstedt zu dem neuen Standort vor der Grundschule Am Bahnhof. Seit Jahren ist er mit seinem Käsestand dabei und Sprecher der Marktbetreiber. Sein Umsatz sei um „mindestens ein Drittel“ zurückgegangen, sagte er. „Es ist aber auch eine Frage der Gewöhnung, dass die Kunden hierher kommen“, zeigte er sich optimistisch.

 „Einige Stammkunden sind noch nicht hier gewesen, dafür sind aber auch andere Kunden neu hinzugekommen“, stellte Margret Reike aus Marne an ihrem Bäckereistand fest. Jörg Paulwitz aus Neumünster, dessen Vater schon vor gut 30 Jahren mit seinem Blumenstand in Bad Bramstedt begann, findet, dass auf dem Bleeck das Ambiente schöner sei. „Es ist dort kompakter. Sie haben die Geschäfte drum herum, die Leute können, wenn sie wollen, gleich dort weitere Einkäufe erledigen oder frühstücken.“ Positiv bewertete Paulwitz die etwas größere Stellfläche und die Parkmöglichkeiten für Autofahrer. Dagegen finden seine Kunden Frank Heselich und Imke Buchweitz aus Wrist den Standort am Bahnhof durchaus positiv. „Wir können mit dem Bus direkt hierher fahren“, sagte Frank Heselich.

 Auch Jutta und Hans-Joachim Dörksen aus Bad Bramstedt lobten die besseren Parkmöglichkeiten. Außerdem sei das Pflaster für gehbehinderte Menschen hier viel geeigneter als das grobe Kopfsteinpflaster auf dem Bleeck. Mit dieser Meinung war das Ehepaar nicht alleine. Doch auch nach dem Umbau wird auf dem Bleeck das in 1990er Jahre verlegte, damals aus Polen importierte Pflaster größtenteils erhalten bleiben.

 „Der Bad Bramstedter Markt hat einen guten Ruf. Wer auf Qualität achtet, kommt auch hierher“, zeigte sich Gerd Giese aus Jork am seinem Apfelstand zuversichtlich. Außerdem sei der Standort für die Händler gut anzufahren und biete ausreichend Platz, nannte er zusätzliche Pluspunkte. Er wünschte sich allerdings, dass den Kunden der derzeitige Standort noch besser bekannt gemacht wird. „Wir hatten zwar alle Hinweise an unseren Ständen, es gab jedoch Kunden, die die übersehen haben oder nicht jedes Mal auf dem Markt waren, um die Veränderung mitzu bekommen“, erklärte der Obsthändler aus dem Alten Land.

 „Wir haben die Stände so aufgebaut wie auf dem Bleeck, damit es einen Wiedererkennungseffekt gibt“, erklärte Marktmeister Herbert Ohlhoff. Insgesamt - so sagte er - hat er ein eher positives Echo auf die Verlegung bekommen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige