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Feuer in einem Wohnhaus

Wittenborn Feuer in einem Wohnhaus

Ein aufmerksamer Passant hat vermutlich einem Hausbesitzer das Gebäude gerettet. Der Zeuge hatte am Dienstag Vormittag in dem Gebäude an der Teichstraße 2 Qualm aufsteigen sehen. Drei herbeigeeilten Feuerwehren gelang es, die Flammen in der Zwischendecke zu löschen. Vermutlich war ein defekter Heizofen die Ursache. Verletzt wurde niemand.

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Fast 40 Feuerwehrleute waren beim Wohnhausbrand in Wittenborn im Einsatz.

Quelle: Gerrit Sponholz

Wittenborn. Die Polizei sprach später von irgendwie geartetem „unsachgemäßem Gebrauch der Kleinfeuerungsanlage“. Möglicherweise sei sie noch nicht vom Schornsteinfeger abgenommen gewesen. Aber das sei unklar und Teil der Ermittlungen. „Irgendwas war jedenfalls falsch gelaufen“, sagte Pressesprecherin Silke Westphal. 

Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden am Haus ist erheblich, bestätigen Feuerwehr und Polizei. Ob es weiter bewohnbar ist, war unklar. 

Der Hausbesitzer war ebenfalls zum Brandort gekommen. Er berichtete, dass er den Kamin morgens in Gang gesetzt und dann das Gebäude verlassen habe. Er habe später in das gewärmte Haus zurückkommen wollen, um es weiter einzurichten. Denn bislang lebe er dort nicht. Er habe erst im Frühling einziehen wollen. 

Das Haus stand seit August leer. Gekauft hatte der Mann es vor rund 20 Jahren. Es war während der Jahre vermietet worden. 

Einer seiner ehemaligen Mieter hatte Mitte Dezember 2004 Schlagzeilen gemacht. Der damals 77-Jährige war Opfer eines brutalen Überfalls geworden. Der Täter hatte an der Haustür dem Mieter etwas ins Gesicht gesprüht. Noch ehe der Senior die Tür zustoßen konnte, hatte der Täter auf ihn geschossen und den 77-Jährigen schwer verletzt. Die Tat hatte nie aufgeklärt werden können.

Gestern vormittag herrschte wegen des Feuers erneut Aufregung an diesem Haus. Viele Einsatzfahrzeuge standen in den umliegenden Straßen. Die Rettungskräfte waren gegen 11.45 Uhr alarmiert worden, nachdem der Passant den Qualm bemerkt hatte. Der Mann, nach Zeugenaussagen wohl ein Polizeibeamter, hat offenbar den kurzen Dienstweg gewählt. Wehrführer Gero Müller zumindest wurde zunächst direkt angerufen, nicht über die Rettungsleitstelle. Müller, ohnehin in der Nähe, schaute sich kurz um, sah das Dilemma und löste „Feuer mittel“ aus. Die Feuerwehren aus Wittenborn, Bockhorn und Todesfelde rückten mit 38 Kräften an, auch Rettungsdienst und Polizei kamen. 

Acht Feuerwehrleute setzten ihre Atemschutzgeräte ein, sagt Müller. In einer Zwischendecke zur Terrasse hin entdeckten sie das Feuer. Mit Äxten schlugen sie im Dach und in der Wand Zugänge frei. Mit zwei großen Rohren wurde gelöscht. Glutnester wurden mit der Wärmebildkamera der Feuerwehr Wittenborn aufgespürt.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

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