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Miteinander idyllisch wohnen

Bad Bramstedt Miteinander idyllisch wohnen

Es war ein langwieriger Prozess, doch nun kann die Initiative „Anders wohnen – gemeinsam leben“ im Frühjahr 2016 den ersten Spatenstich für ihr Wohnprojekt an der Oskar-Alexander-Straße setzen. 21 der 22 Wohnungen sind in dem neuen „Haus an den Auen“ verkauft oder vermietet.

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In diesem dicken Ordner haben die Architekten Matthias und Uwe Mumm (von rechts) vom Planungsring Mumm und Partner alle erforderlichen Unterlagen des Bauantrags gesammelt. Den übergaben sie symbolisch den beiden Geschäftsführern der Initiative, Dirk Möhle und Joachim Josenhans. Dr. Tobias Behrens von der Stattbau Hamburg ist Berater der Genossenschaft „Anders wohnen - gemeinsam leben“.

Quelle: Privat

Bad Bramstedt. Die finanzielle Basis für das genossenschaftlich organisierte Projekt ist somit gesichert. Immerhin werden 4,2 Millionen Euro investiert.

Wie Jochen Josenhans, einer der beiden Geschäftsführer der Genossenschaft, erklärte, würden acht künftige Bewohner die Wohnungen kaufen, die restlichen zur Miete wohnen. Allerdings müssen die Mieter einen Genossenschaftsanteil kaufen, der 330 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche beträgt. Für eine 60-Quadratmeter-Wohnung wären das 19800 Euro. „Das Geld ist aber nicht weg“, versichert Josenhans, es werde beim Verlassen der Genossenschaft wieder ausgezahlt. Nur eine Wohnung ist noch frei, für die die Genossenschaft noch einen Käufer oder Mieter sucht. Sie hat eine Grundfläche von 80 Quadratmetern.

 Die Genossenschaft will vier miteinander verbundene Wohnblöcke errichten. Die Lage ist idyllisch: Das Grundstück liegt am Zusammenfluss von Schmalfelder Au und Ohlau zur Hudau. Bis vor einigen Monaten stand hier das „Haus an den Auen“ des Klinikums Bad Bramstedt in dem früher Privatpatienten ihren Kuraufenthalt verbrachten. Es ist mittlerweile abgerissen. Die neuen Häuser werden elf und 13 Meter hoch, haben zwei oder drei Stockwerke. Das Gesamtgrundstück misst 7500 Quadratmeter. Ein großzügiger Garten ist geplant, der gemeinschaftlich genutzt werden soll. Ein Pavillon mit einer Sitzgruppe ist vorgesehen und „auch ein Gemüsebeet wollen wir anlegen“, erklärte Josenhans. Ein Feuchtbiotop ist ebenfalls geplant. In ihm soll das Regenwasser versickern. Hinzu kommt ein großer abschließbarer Fahrradunterstand – mit Ladestation für E-Bikes. „Davon wird es sicherlich mehrere geben“, glaubt Josenhans. Die 27 Menschen, die dort nach jetzigem Stand einziehen werden, sind nämlich überwiegend im Rentenalter oder kurz davor. Der Geschäftsführer selbst ist 65, „ich bin seit einem Monat Rentner“. Seine Frau Barbara ist 63. Der jüngste Bewohner ist Mitte 50. Alle Wohnungen sind deshalb auch barrierefrei zu erreichen.

 Die Pläne waren ursprünglich andere. Schon mit 40 hatte sich Josenhans für ein alternatives Wohnkonzept interessiert. Damals schwebte ihm ein „Vielgenerationenhaus“ vor, das im Baugebiet südlich der Bimöhler Straße entstehen sollte. „Das ließ sich nicht realisieren“, blickt er zurück. „Irgendwann mussten wir akzeptieren, dass junge Leute nur nach Bad Bramstedt ziehen, um hier in einem Einfamilienhaus zu leben.“

 Die meisten der 27 künftigen Bewohner kommen aus dem Raum Bad Bramstedt. Einer wird von Freiburg im Breisgau in den Norden ziehen, ein weiterer von Berlin, weil die Kinder hier wohnen und zwei kommen aus Hamburg. „Die Hamburger leben mit körperlichen Einschränkungen, ihnen sagte besonders die Barrierefreiheit zu“, erzählte Josenhans.

 Der Name der Initiative „Anders wohnen – gemeinsam leben“ soll keine Worthülse bleiben. Das „gut nachbarschaftlich miteinander leben wollen“, sei ihnen wichtig, sagt Josenhans. In einem 64 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum können Feste gefeiert und Filme gemeinsam gesehen werden.

 Josenhans hofft auf eine zügige Bearbeitung des Bauantrages, der von den Hamburger Architekten Uwe und Matthias Mumm vom Planungsring Mumm erstellt wurde. „Wir wollen im März mit den Bauarbeiten beginnen.“ Rund ein Jahr werden diese andauern, sodass im Frühjahr 2017 die Bewohner einziehen können“. Für das Ehepaar Josenhans erfüllt sich dann ein lange gehegter Wunsch, auch wenn die beiden dafür aus ihrem schön gelegenen Einfamilienhaus im Bad Bramstedter Kurgebiet ausziehen werden.

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