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Wolf greift Schaf in Weede an

Kreis Segeberg Wolf greift Schaf in Weede an

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat ein Wolf Ende April ein Schaf derart verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. Der Fall ereignete sich in Weede im Kreis Segeberg.

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Ein Wolf hat in Weede (Kreis Segeberg) ein Schaf angegriffen.

Quelle: dpa

Weede. Ein Wolf hat bei Weede (Kreis Segeberg) ein Schaf gerissen. Wie erst jetzt bekannt wurde, hatte sich das Tier bereits Mitte April in der Nacht einer Schafherde genähert. Sie graste, sehr gut durch einen Zaun gesichert, auf einem Gelände nahe der Klärteiche und der A20, berichtet der Wolfsbetreuer Jens Matzen (Stolpe). „Ein Schaf war aber zu neugierig und steckte den Kopf durch den Zaun.“ Der Wolf biss zu. Am nächsten Morgen fand der Schafhalter das Tier mit schweren Verletzungen. Es musste von einem Tierarzt eingeschläfert werden.

An der Wunde des Schafes wurde eine Genprobe entnommen. Die Auswertung ergab jetzt, dass es sich beim Angreifer um einen männlichen Wolf handelte. Das Tier war aus Sachsen-Anhalt eingewandert. Wenig später riss er auch in Schierensee mehrere Schafe, berichtet Matzen. Seitdem gebe es keine Spur mehr. Eine Gefahr für Menschen gehe von Wölfen nicht aus, versichert Matzen. „Keiner muss Angst haben.“

In Schleswig-Holsteins sind in den vergangenen Monaten vermehrt Wölfe gesichtet und Schafe gerissen worden (siehe Karte). Die Schaf- und Ziegenhalter sind deshalb in Sorge. Sie wollen keine Wölfe in Schleswig-Holstein. Sie haben Angst um ihre Tiere und werfen dem Land vor, kein vernünftiges Wolfsmanagement zu haben. Für bisher gerissene Tiere habe noch kein Halter Geld gesehen, Schutzzäune halten sie für zwecklos.

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) nimmt die Sorgen ernst und will die Situation mit einem runden Tisch befrieden: „Dass mehr Wölfe als angenommen auftauchen, wirft eine Reihe von Fragen für den praktischen Umgang mit der Situation auf. Diese werden wir gemeinsam mit den Beteiligten von Nutztierhaltern bis hin zum Naturschutz abarbeiten. Ziel ist es, einen möglichst breiten Grundkonsens zu finden.“

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Flintbek soll mit seinen im Land verteilten Außenstellen insbesondere als Anlaufstelle für Betroffene und Interessierte dienen – die zentrale Telefonnummer lautet: 04347/704-325.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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