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Zuzug von Flüchtlingsfamilien erwartet

Kaltenkirchen Zuzug von Flüchtlingsfamilien erwartet

Die Flüchtlingssituation in Kaltenkirchen hat sich nach einem Aufnahmehoch im Jahr 2015 deutlich entspannt. Trotzdem können die zuständigen Stellen über Mangel an Arbeit nicht klagen, denn es gilt, viele Probleme zu lösen. Eines davon ist die Zukunft des Café Cosmos an der Schirnauallee.

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Das ehemalige Tennisheim der Kaltenkirchener Turnerschaft dient unter der Bezeichnung "Café Cosmos" derzeit als Begegnungsstätte für Flüchtlinge.

Quelle: Klaus-Ulrich Tödter

Kaltenkirchen. Das ehemalige Tennisheim der Kaltenkirchener Turnerschaft dient derzeit als Begegnungsstätte für Flüchtlinge, nachdem der Sportverein seinen Tennisbetrieb einstellen musste. Das war die Folge der Welle von Asylbewerbern, denn für sie wurde die Tennishalle zur Wohnunterkunft umgebaut. Doch sie wird zu diesem Zweck nicht mehr benötigt, wurde wieder zurückgebaut und steht nach den Worten von Bürgermeister Hanno Krause somit dem Sport wieder zur Verfügung.

Auch die Tage des benachbarten Café Cosmos sind gezählt. „Wir können nicht ein ausgewiesenes Sportlerheim für die Zusammenkünfte von rund 40 Flüchtlingen blockieren, während gleichzeitig ein Sportverein in der Stadt mit einem Blechcontainer vorlieb nehmen muss“, sagt Krause, „das ist konfliktträchtig.“ Für ihn steht fest, dass für die Asylbewerber eine Alternative angeboten werden muss. Einzelheiten nennt er noch nicht.

Größere Container für Flüchtlingsfamilien

Krause rechnet für dieses Jahr mit einem Kontingent von 200 Flüchtlingen. Bislang sind 25 davon angekommen. Der Bürgermeister glaubt, dass diese Zahl in den nächsten drei Monaten rasch nach oben ausschlagen könnte, weil er mit dem Zuzug von Familien von anerkannten Asylbewerbern rechnet. Das hat zur Folge, dass für das Flüchtlingsdorf im Freizeitpark einige größere Container angeschafft werden müssen, damit die Familien eine vorübergehende gemeinsame Bleibe finden, bevor sie in eigene Wohnungen umziehen können. Im Gelände am Freizeitpark stehen noch 60 Wohncontainer, von denen 25 zur Zeit nicht belegt sind, davon sieben freie Familiencontainer.

Von 2014 bis jetzt wurden der Stadt 366 Asylbewerber zugewiesen, von denen jetzt noch 265 an verschiedenen Orten in Kaltenkirchen untergebracht sind: 187 Männer, 31 Frauen und 47 Kinder. Von den Jungen und Mädchen besuchen 38 einen Kindergarten.

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