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Zweiter Prozess gegen Landwirt vertagt

Tierqualen auf Bauernhof Zweiter Prozess gegen Landwirt vertagt

Auch der zweite Prozessanlauf gegen einen Landwirt aus dem Kreis Segeberg um massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz wurde vertagt. Der Wahlverteidiger des Mannes habe überraschend sein Mandat niederlegt, sagte die Vorsitzende des Schöffengerichts am Amtsgericht Bad Segeberg am Mittwoch.

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Erneut wurde der Prozess gegen einen Landwirt in Bad Segeberg vertagt.

Quelle: Angelika Warmuth

Bad Segeberg. Zur Anklageverlesung kam es nicht mehr. Um das Verfahren in einem dritten Anlauf ordnungsgemäß führen zu können, muss ein zugelassener Rechtsanwalt anwesend sein, stellte die Richterin klar. Sie will nun zwei Pflichtverteidiger bestellen, um die anwaltliche Vertretung des Landwirts sicherzustellen. Gegen den 57-Jährigen aus dem Kreis Segeberg besteht seit fast drei Jahren ein vorläufiges Tierhaltungsverbot.

Vorwurf: massive Missstände

Die Anklage wirft dem Landwirt massive Missstände vor. So soll er trotz erheblicher Mängel in der Tierhaltung keinen Tierarzt gerufen haben. 2013 beanstandeten Kreistierärzte demnach, dass Kühe und Rinder an erheblicher Lahmheit litten. Ein schwer erkrankter Bulle habe apathisch dagelegen und sei wenige Tage später auf dem Hof tot aufgefunden worden. Ferkel seien verhungert, weil die Muttersau nicht mehr genügend Milch gehabt habe. 16 Katzen seien abgemagert, verfloht und verwurmt gewesen. Der Landwirt bestreitet die Vorwürfe.

Vor Aussetzung des Verfahrens hatte ein Richter noch zwei weitere Befangenheitsanträge der Verteidigung gegen die Richterin abgelehnt. Ein neuer Termin für den dritten Prozessstart steht noch nicht fest. 

Von dpa

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