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„Aidacara“ sagte wieder ab

Nord-Ostsee-Kanal „Aidacara“ sagte wieder ab

Das Kreuzfahrtschiff „Aidacara“ hat zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage eine Passage des Nord-Ostsee-Kanals abgesagt. Zahlreiche Traumschiff-Fans und Ausflügler warteten deshalb vergebens auf das Schiff. Der Kapitän stornierte am Sonnabend die bereits über die Agentur Sartori & Berger angemeldete Passage.

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Die „Aidacara“ soll eigentlich acht Kanalpassagen in diesem Jahr absolvieren.

Quelle: Frank Behling

Brunsbüttel. Nach dem Ablegen vom Ostseekai nahm das Schiff um 17 Uhr Kurs auf die Ostsee. Statt durch den Kanal fährt das 193 Meter lange Kreuzfahrtschiff jetzt durch das Skagerrak nach Bergen in Norwegen. Grund für die Streichung der Kanalpassage sind die langen Wartezeiten vor den Schleusen in Brunsbüttel und Kiel. In Kiel mussten Schiffe am Abend sechs Stunden warten. Unter diesen Voraussetzungen wäre das Schiff statt um 18 Uhr erst gegen Mitternacht in den Kanal eingeschleust worden.  In Brunsbüttel betrug die Wartezeit nach Angaben des Informationsportals des Wasser- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel vier Stunden. Diese Verzögerung hätte das Schiff mit hoher Geschwindigkeit auf der Nordsee einholen müssen, damit das Schiff am Montagmorgen pünktlich im norwegischen Bergen festmachen kann.
 

Die „Aidacara“ soll eigentlich acht Kanalpassagen in diesem Jahr absolvieren. Erstmals hatte das Schiff am 11. April den Kanal aus dem Fahrplan gestrichen. Die 38557 BRZ große „Aidacara“ ist eines der größten Traumschiffe, die in diesem Jahr den Nord-Ostsee-Kanal passieren sollen.
 

Nach einer Havarie am 20. März steht in Brunsbüttel nur eine Schleusenkammer für Schiffe mit mehr als 125 Metern Länge zur Verfügung. Ein griechischer Frachter hatte ein Schleusentor gerammt und so schwer beschädigt, dass es nicht vor Ort repariert werden kann. Seitdem gibt es zum Teil Wartezeiten bis zu zehn Stunden.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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