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Frachter fuhr in die Böschung

Havarie Frachter fuhr in die Böschung

Ein deutsches Frachtschiff ist in der Nacht zum Dienstag nahe der Fährstelle Fischerhütte in die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals gefahren. Die 82 Meter lange „RMS Ruhrort“ war in Richtung Brunsbüttel unterwegs.

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Nord-Ostsee-Kanal. Das unter der Flagge der Karibikrepublik Antigua und Barbuda fahrende Schiff hat Holz für Großbritannien geladen. Gegen 2 Uhr verlor dabei der laut Polizei der 3. Offizier die Kontrolle über das Ruder der „RMS Ruhrort“. Der Frachter drehte dadurch zunächst nach Backbord in Richtung der südlichen Kanalböschung. Während der Offizier die Geschwindigkeit reduzierte, gelang es ihm, die Kollision mit dieser Böschungsseite zu verhindern.

Durch die Ruderlage und das Absetzen von der Südböschung erhielt das Schiff jedoch eine so starke Drehung nach Steuerbord, dass ein Auffangen des Schiffes trotz weiterer Maschinen- und Rudermanöver nicht mehr möglich war. Der Frachter fuhr in die Böschung und blieb dort zunächst stecken. Gegen 2.20 Uhr gelang es der Besatzung dann, das Schiff aus eigener Kraft von der Böschung zu befreien.

Das Schiff blieb fahrtüchtig und konnte von der Besatzung danach auch wieder auf Kurs gebracht werden. Die Revierzentrale Brunsbüttel wies das Schiff an, zunächst nach Brunsbüttel zu fahren und dort anzulegen. Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft ordnete ein Weiterfahrverbot bis zur Bestätigung der Klasse an, gestattete jedoch die Verlegung nach Brunsbüttel. Die Ermittlungen in diesem Fall hat das Wasserschutzpolizeirevier Brunsbüttel übernommen. Das 1993 in den Niederlanden gebaute Schiff gehört einer Reederei in Duisburg.

Von Behling Frank

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