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Junge Aale machen sich fit im NOK

Für Atlantik Junge Aale machen sich fit im NOK

Mit dem Aussetzen von jährlich gut einer Million jungen Aalen soll der Fischbestand im Norden stabilisiert werden. Sportfischer setzten am Freitag in Rade (Kreis Rendsburg-Eckernförde) mehr als 14 000 Baby-Aale im Nord-Ostsee-Kanal aus.

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Insgesamt setzen die Hobby-Angler jedes Jahr über eine Million so genannter Glasaale und Farm- beziehungsweise vorgestreckte Aale in Schleswig-Holsteins Gewässern aus.

Quelle: Wolfgang Runge/dpa

Rade. Die Tiere verlassen nach rund sechs bis zehn Jahren Schleswig-Holsteins Gewässer, um zu ihren Laichplätzen in der Sargassosee im Atlantik südlich der Bermuda-Inseln zu wandern. 

Hintergrund ist, dass generell kaum noch Aale auf natürliche Weise über die Küstengewässer zuwandern. In vielen Bächen und  Seen fehlen sie daher auch in ökologischer Hinsicht, sagte der Präsident des Landessportfischerverbandes, Peter Heldt. Die jungen Aale sollen in diesen Lebensräumen zu großen, laichreifen Tieren heranwachsen, die dann ihre Wanderung in die zehntausend Kilometer entfernte Sargassosee im Westatlantik antreten. «Deshalb besetzen wir die Lebensräume, und sorgen so dafür, dass auch Laicher abwandern, um für die Nachkommenschaft zu sorgen.» Die jungen Aale werden in mehr als 90 Seen, Flüssen und Kanälen Schleswig-Holsteins ausgesetzt.

Mit Alizarinrot markiert

Im Nord-Ostsee-Kanal und im Elbe-Lübeck-Kanal werden seit 2006 umfangreiche Untersuchungen zu der Wirksamkeit des Besatzes durchgeführt. Dafür werden die jungen Fische vor dem Aussetzen in einem Farbbad mit Alizarinrot markiert. Der Farbstoff lagert sich im Körper fest an das in den Knochen enthaltene Calcium an, sagte Verbandssprecher Sönke Rother. Unter einem Spezialmikroskop können Wissenschaftler später erkennen, ob ein gefangener Aal aus dem Besatz stammt oder auf natürlichem Wege in das Gewässer gelangt sei. «Alizarinrot ist für Mensch und Tier ungiftig», sagte Rother: «Die markierten Aale können ohne Bedenken gegessen werden.»

Bei den Untersuchungen geht es nicht nur darum herauszufinden, wie groß der Anteil der besetzten Aale am Gesamtbestand ist. Eine weitere Fragestellung ist, welche Besatzform des Aales sich als besonders geeignet erweist.

Die Aalbesatzaktion soll den dramatischen Rückgang der Bestände stoppen. Die Kosten der Aktion belaufen sich auf 160 000 Euro. Rund 60 Prozent werden von der EU und dem Land Schleswig-Holstein getragen. 40 Prozent übernehmen die Angler.

Von KN-online

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