19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
„Mark“ ist bereit für Merkel

Kiel „Mark“ ist bereit für Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird wieder Taufpatin. Elf Monate nach der Taufe des Forschungsschiffes „Sonne“ wird sie am Dienstag um 14 Uhr in Sassnitz auf Rügen erneut auf eine Taufkanzel steigen. Dann wird Angela Merkel dem 86 Meter langen Fang- und Fabrikschiff „Mark“ seinen Namen geben. Es ist das modernste deutsche Fischereischiff. 

Voriger Artikel
Kröger-Dock vor dem Ziel
Nächster Artikel
Seemann schwer verletzt

In der Nacht zu Donnerstag passierte der Neubau auf seiner Überführungsfahrt den Nord-Ostsee-Kanal.

Quelle: Frank Behling

Kiel. In der Nacht zu Donnerstag passierte der Neubau auf seiner Überführungsfahrt den Nord-Ostsee-Kanal. Am Nachmittag wird die „Mark“ erstmals ihren zukünftigen Basishafen Sassnitz anlaufen. Nach der Taufe soll die „Mark“ für die Euro Baltic Fischverarbeitungs GmbH von  Sassnitz aus weltweit eingesetzt werden.

Gebaut wurde der 4270 BRZ große Neubau auf der Tersan Werft am Marmarameer in der Türkei. Abgetrieben wird der Trawler von einem in Kiel-Friedrichsort gebauten MaK-Motor des Typs 8M32 mit 4000 Kilowatt. Der im November 2012 bestellte Trawler ist heute das modernste Hochseefischereifangschiff unter deutscher Flagge.Das Management des Neubaus liegt in den Händen der niederländischen Reederei Parlevliet & Van der Plas, die das Scgiff mit Seeleuten aus Deutschland und dem benachbarten EU-Ausland einsetzt.Die „Mark“ gehört zu einem in Norwegen entwickelten und in der Türkei in Serie gebautem Typ moderner Fischfangschiffe. Wenige Tage vor der „Mark“ hatte die Tersan Werft bereits das Schwesterschiff „Kirkella“ an die britische Reederei UK Fischeries abgeliefert, an der Parlevliet & Van der Plas ebenfalls beteiligt ist.Die in Rostock beheimatete „Mark“ trägt die Kennung ROS 777 – die als Glückzahl gilt.  Wie die Euro Baltic  GmbH mitteilt, ist es der erste Neubau eines Fischtrawlers für ein deutsches Unternehmen seit 1996. Das Schiff soll zwei kleinere  Trawler  ersetzen. Es setzt laut seiner Reederei Maßstäbe beim Umweltschutz durch extrem niedrigen Strom- und Treibstoffverbrauch.   Auch wenn die „Mark“ für die weltweite Fangfahrt konzipiert ist, werden ihre Haupteinsatzgebiete vor Norwegen und Grönland sowie im Nordatlantik sein.  

Die letzten großen Fischfangschiffe für deutsche Reedereien wurden einst in Mecklenburg-Vorpommern gebaut. Die Volkswerft Stralsund gehörte bis zur Wiedervereinigung mit ihren Trawlern der Atlantik-Serien zu den Weltmarktführern beim Bau von Fischfangschiffen. Am Strelasund wurden von 1970 bis 1993 beispielsweise 195 Fischfangschiffe des Typs „Atlantik-Supertrawler“, 133 Schiffe des Typs „Atlantik 333“ sowie 37 große Fabriktrawler des Typs „Atlantik 488“ gebaut. Die meisten dieser Schiffe waren für die Sowjetunion bestimmt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige