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Neuer Schwimmkran getauft

Nord-Ostsee-Kanal Neuer Schwimmkran getauft

In Kiel wurde am Freitag ein neuer Schwimmkran für den Einsatz an den Schleusen und im Nord-Ostsee-Kanal auf den Namen "Griep To II" getauft.

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Der neue Schwimmkran "Griep To II" auf dem Nord-Ostsee-Kanal. 

Quelle: Frank Behling

Kiel. Seit Freitag gibt es wieder einen starken Schwimmkran für Arbeiten an den Schleusen in Kiel-Holtenau. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau hat den Neubau „Griep To II“ am Freitag in Dienst gestellt. Die Taufe des Neubaus erfolgte um 10 Uhr durch Swetlana Jarzew, eine Auszubildende Wasserbauerin des Amtes.

Nach knapp einjähriger Bauzeit bei der Schiffswerft Bolle in Neuderben an der Elbe war die „Griep To II“ im März zunächst zur Ausrüstung nach Rendsburg überführt worden. Bei der Saatsee-Werft hatten abschließende Arbeiten vor der Inbetriebnahme erfolgen müssen.

Das  36,92 Meter lange und 11,92 Meter breite Schiff verfügt über einen modernen Drehkran des Typs „Liebherr HS8100“, der eine Traglast von rund 100 Tonnen hat und bis zu 20 Tonnen schwere Gegenstände auch bei einer Auslage von sieben Metern heben kann. Damit kann die Kanalbehörde zukünftig die schweren Torunterwagen der Schiebetore der Holtenauer Schleusen wieder mit eigenem Gerät auswechseln. Es können aber auch andere Maschinenteile für den Schleusenbetrieb schneller als bislang bewegt werden. "Für uns sind Kräne enorm wichtige Arbeitsmittel für die tägliche Arbeit. Ohne Kräne geht nichts", sagte Dieter Schnell, Amtsleiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau.

Der letzte eigene Schwimmkran war vor 30 Jahren stillgelegt worden. Aufgrund von Sparmaßnahmen war damals kein Nachbau bestellt worden. Kranarbeiten sollten durch private Anbieter oder den Schwimmkran "Hiev" der Bundeswehr übernommen werden. Doch inzwischen wurde der "Hiev" durch Sparmaßnahmen bei der Bundeswehr ebenfalls stillgelegt und die privaten Kranbetreiber brauchen meist Tage, bevor sie einen Kran in Kiel haben. Kräne sind an der Schleuse für schnelle Reparaturen dringend erforderlich.  So lassen sich bei den Schleusentoren die Torunterwagen nur mit Kränen aus dem Wasser heben, die mindestens 16 Tonnen heben können. 

Der einzige Kran in Kiel war der 60 Jahre alte Schwimmgreifer "Griep To“, der aber lediglich 13 Tonnen heben kann. Das war für die 16 Tonnen schweren Torunterwagen zu wenig. Für derartige Kranarbeiten mussten deshalb  mehrfach Schwimmkräne aus Hamburg geholt werden.

"Die schnelle Verfügbarkeit von Gerät und Personal ist an den Holtenauer Schleusen aber wichtig, da wir die Schleusen im Fall einer Havarie oder einer Reparatur nicht über Tage stilllegen können", so Schnell.

Beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau wurde die "Griep To II" getauft.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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