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Nach Systemausfall zeitweise gesperrt

Nord-Ostsee-Kanal Nach Systemausfall zeitweise gesperrt

Ein Systemausfall im Verkehrsüberwachungssystem hat in der Nacht zum Montag den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal teilweise zum Erliegen gebracht. Gegen 21 Uhr war in Brunsbüttel das Verkehrssicherungssystem für den Kanal zusammengebrochen.

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Ein Systemausfall im Verkehrsüberwachungssystem hat in der Nacht zum Montag den Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal teilweise zum Erliegen gebracht.

Quelle: Frank Behling

Kiel/Brunsbüttel. Dieses System ist für die Koordination und Überwachung des gesamten Schiffsverkehrs zwischen Kiel und Brunsbüttel zuständig. In einer ersten Maßnahme musste das Einschleusen der Schiffe in den Kanal gestoppt werden. Die Mitarbeiter der Revierzentrale in Brunsbüttel mussten daraufhin die im Kanal befindlichen Schiffe ohne digitale Hilfsmittel  über Funk einzeln beraten und zu den Schleusen bringen. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel am Morgen mitteilte, sei es Technikern  gegen 2.30 Uhr gelungen, den Fehler im System zu finden. Kurz danach sei der Verkehr wieder in vollem Umfang angelaufen. Die Behinderungen hatten zu Wartezeiten vor den Schleusen geführt. So musste in der Elbe das deutsche U-Boot „U 34“ mehrere Stunden warten, bis es mit anderen Schiffen eingeschleust werden konnte.

Der gesamte Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal wird seit 2006 über ein Verkehrssicherungssystem von nur noch einer nautischen Zentrale in Brunsbüttel geleitet. Dafür war eine komplexe Software mit einen neuartigen Verkehrssicherungssystem NOK (VSS) entwickelt worden. Diese Software wertet die Signale der Schiffe aus und berechnet die optimalen Passagen und Begegnung der Schiffe in den Ausweichstellen des Kanals. Bis zur Einführung des VSS gab es zwei Zentralen in Kiel und Brunsbüttel, die doppelt besetzt waren. Was Ursache für den Systemabsturz war, steht noch nicht fest. Zum Zeitpunkt, als das System zusammenbrach, tobten über Schleswig-Holstein zum Teil heftige Unwetter mit Sturm, Regen und Gewittern.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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