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Getrennt auf der Suche nach OB-Kandidaten

Kiel Getrennt auf der Suche nach OB-Kandidaten

Auch wenn am Donnerstag noch keine Namen fielen, der Kurs der Ratsmehrheit von SPD, Grünen und SSW für die Kieler Oberbürgermeister-Wahl steht fest: Die Kooperation erteilte einem Einheitskandidaten, der von mehreren Parteien unterstützt wird, eine Absage.

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Kiel. Man hoffe, sich bereits nächste Woche auf einen Bewerber aus ihren Reihen einigen zu können, erklärten die Kreisvorsitzenden Jürgen Weber (SPD) und Oliver Pohl (Grüne).

 Der CDU-Kreisvorsitzende bedauerte, dass die von ihm vorgeschlagene gemeinsame Findungskommission, um einen von fast allen Parteien getragenen Bewerber vorstellen zu können, nicht zu Stande kommt. Damit werde eine Chance für die Stadt vertan, Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen, erklärte er. Weber bekräftigte jedoch die Bereitschaft von SPD und Grünen, weiter auf Einladung der CDU an einer Runde ehemaliger und erfahrener Kommunalpolitiker teilzunehmen: „Diese könnte dafür Sorge tragen, dass sich der Wahlkampf an der Sache und Fairness ausrichtet. Sie wäre zudem ansprechbar für mögliche Kandidaten.“

 Auch wenn jetzt CDU mit FDP und Piraten auf der einen Seite und die Ratsmehrheit auf der anderen bei der Kandidatensuche getrennt marschieren, so sind sie sich über das Profil der neuen Verwaltungsspitze weitestgehend einig: Verwaltungserfahrung und Kommunikationsfähigkeit sollte der Kandidat oder die Kandidatin nach den Erfahrungen der vergangenen Monate mit der Steueraffäre und dem Rücktritt von Susanne Gaschke als Oberbürgermeisterin (SPD) schon mitbringen.

 Die SPD legt zudem Wert auf einen Kiel-Bezug. Den hatte der Dithmarscher Landrat Jörn Klimant (55), der gestern aber aus dem Kreis möglicher Bewerber der Kooperation ausschied: Der gebürtige Kieler und parteilose Jurist teilte mit, für eine Kandidatur nicht zur Verfügung zu stehen. Auch der Eckernförder Landrat Rolf-Oliver Schwemer, dessen Name ebenfalls die Runde machte, will nicht nach Kiel wechseln.

 Zum Kandidaten-Kreis, mit dem die Kooperation derzeit spricht, gehört der grüne Bürgermeister Peter Todeskino. Er hat seine Bereitschaft zur Kandidatur frühzeitig signalisiert. Nach wie vor im Rennen ist auch der Norderstedter Bürgermeister Hans-Joachim Grote (CDU). Er ist Favorit in Unternehmenskreisen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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