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OB-Wahl 2014 Kämpfer sieht sehr gute Chancen
OB-Wahl 2014 Kämpfer sieht sehr gute Chancen
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12:06 28.06.2016
OB-Kandidat Kämfer auf dem Kieler Rathausplatz. Quelle: dpa

Umwelt-Staatssekretär Ulf Kämpfer schätzt seine Chancen bei der Oberbürgermeisterwahl in Kiel im nächsten Frühjahr als sehr gut ein. Bei seiner Vorstellung am Donnerstag gab sich der Sozialdemokrat zuversichtlich. Die Findungskommission von SPD, Grünen und SSW hatte am Vorabend einstimmig beschlossen, den 41 Jahre alten Juristen vorzuschlagen. Die Parteien müssen noch zustimmen. Kämpfer ist seit 2012 Staatssekretär im Ministerium für Energie, Umwelt und Landwirtschaft, das der Grüne Minister Robert Habeck führt.

Kiel braucht ein neues Stadtoberhaupt, weil Susanne Gaschke (SPD) Ende Oktober zurückgetreten war. Sie zog damit nach heftigem Streit um ihr Vorgehen die Konsequenz aus einem Steuerdeal mit dem Augenarzt Detlef Uthoff. Dem Mediziner wurden Zinsen und Säumniszuschläge in Höhe von 3,7 Millionen Euro erlassen, damit er 4,1 Millionen an Gewerbesteuern zahlt. Die Stadt will nun die Vereinbarung rückgängig machen. Aus Sicht der Kommunalaufsicht war sie rechtswidrig, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der Untreue.

Er hoffe, dass sich der Nebel schnell verzieht, sagte Kämpfer. Er wolle dazu beitragen, dass das politische Klima wieder etwas weniger rau wird. Er wolle die attraktiven Seiten Kiels stärken und denen helfen, die das bitter nötig haben. Als Richter habe er gelernt, allen zuzuhören und am Ende glasklare Entscheidungen zu treffen.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) lobte aus China: „Ulf Kämpfer ist ausgesprochener Verwaltungsexperte. Er weiß, wie man eine große Verwaltung führt. Das hat er im Ministerium bewiesen.“ Er sei ganz sicher, dass Kämpfer der Herausforderung sehr gut gewachsen sein wird, sagte Albig der dpa. „Er hat eine enorm positive Ausstrahlung und ist eine gute Wahl.“ Aus Sicht des SPD-Kreisvorsitzenden Jürgen Weber erfüllt Kämpfer überzeugend die Anforderungen. Dazu gehörten die Bereitschaft, mit allen Fraktionen kollegial zusammenzuarbeiten und Sacharbeit in den Mittelpunkt zu stellen. Verwaltungserfahrung und kommunikative Kompetenz kämen hinzu.

Ein fein ziseliertes kommunalpolitisches Programm habe er noch nicht, sagte Kämpfer. Wohnen, Wirtschaft, Kinder und Klima seien seine Hauptthemen. Er wolle in allen Stadtteilen Hausbesuche machen, mit allen Parteien und gesellschaftlichen Gruppen ins Gespräch kommen. Die geplante Stadt-Regional-Bahn sei ein Superprojekt, dem er Erfolg wünsche. Leider mangle es noch an Akzeptanz und Geld.

Zur ungewissen Zukunft des wenig genutzten Flughafens Holtenau sagte Kämpfer, er könne sich nicht recht vorstellen, dass die Landeshauptstadt keinen Landeplatz mehr haben sollte. Er wünsche sich einen fetzigen Wahlkampf, werde aber keinen Lagerwahlkampf führen. Kämpfer ist zwar SPD-Mitglied, bisher aber nicht als ausgewiesener Parteipolitiker hervorgetreten. Er gilt als fachlich kompetent, konsequent, aber auch als kompromissfähig.

Der neue Oberbürgermeister wird voraussichtlich am 23. März gewählt. Die CDU will noch vor Weihnachten einen Kandidaten präsentieren. Bei der Wahl im November 2012 trat sie mit Ex-Kämmerer Gert Meyer an, der gegen Gaschke knapper als erwartet verlor. Eine erneute Kandidatur schloss er aus beruflichen Gründen aus.

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Die Suche nach einem neuen Oberbürgermeister oder einer neuen Oberbürgermeisterin geht weiter. Nachdem SPD und Grüne sich, wie berichtet, auf den Staatssekretär Ulf Kämpfer (SPD) als Bewerber geeinigt haben, will sich die FDP der CDU anschließen, um eine Alternative zu Rot-Grün zu finden.

Martina Drexler 28.06.2016

Nun ist es raus: Ulf Kämpfer, Staatssekretär im Umwelt- und Landwirtschaftsministerium, soll nach Informationen der Kieler Nachrichten für die Oberbürgermeister-Wahl in Kiel kandidieren.

Bodo Stade 28.06.2016

Auch wenn am Donnerstag noch keine Namen fielen, der Kurs der Ratsmehrheit von SPD, Grünen und SSW für die Kieler Oberbürgermeister-Wahl steht fest: Die Kooperation erteilte einem Einheitskandidaten, der von mehreren Parteien unterstützt wird, eine Absage.

Martina Drexler 28.06.2016
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