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OB-Wahl 2014 Wer kommt nach Gaschke?
OB-Wahl 2014 Wer kommt nach Gaschke?
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12:03 28.06.2016
Von Martina Drexler
Nach wochenlangem Wirbel um den Steuer-Vergleich ist Susanne Gaschke vom Amt als Oberbürgermeisterin zurückgetreten. Der Hauptausschuss nimmt ihr Rücktrittsschreiben als Dienstvorgesetzter am Donnerstag kurz vor der Ratssitzung zur Kenntnis. Quelle: pae

In seltener Einmütigkeit versicherten am Dienstag alle Parteien, bei der Suche nach einer geeigneten Nachfolge vor allem eines zu beachten: Der neue Mann, die neue Frau an Kiels Verwaltungsspitze soll parteiübergeifend Zustimmung finden.

Die SPD, meint der Kieler Parteichef Jürgen Weber, kann zwar am „Tag 1 nach dem Rücktritt“ noch kein fertiges Nachfolge-Konzept aus der Tasche ziehen, zeige aber Handlungsfähigkeit. Zusammen mit den Vorsitzenden der Kooperationspartner, Claudia Ulrich (Grüne) und Antje Danker (SSW), verkündete er gestern, allen Parteigremien eine gemeinsame Kommission vorzuschlagen, um eine geeignete Persönlichkeit für das Oberbürgermeister-Amt zu finden. Das Anforderungsprofil wurde gleich mitgeliefert: Die neue Verwaltungsspitze muss kollegial mit allen Fraktionen arbeiten und eine „sachgerechte und professionelle Zusammenarbeit“ garantieren, um Ratsbeschlüsse umzusetzen. „Wir brauchen eine Persönlichkeit, die in der Lage ist, die Verwaltungsspitze fachlich auszufüllen, einen ausgleichenden Charakter und klare Vorstellungen davon hat, wie Kiel sich weiterentwickeln soll“, sagt Weber.

 Während sich die SPD bei konkreten Kandidatennamen zurückhält, liegt beim Kooperationspartner bereits die Willenserklärung des grünen Bürgermeisters Peter Todeskino vor. Damit hat er wohl viele seiner eigenen Parteifreunde überrascht. Kreischef Oliver Pohl hält den 55-Jährigen für geeignet, aber es gebe auch andere grüne Männer und Frauen, die sich das Amt zutrauten. Die Kandidatensuche wird heute Thema der Kreismitgliederversammlung sein.

 Gert Meyer, im vergangenen Jahr CDU-Konkurrent von Susanne Gaschke, wird nicht wieder antreten. Er habe sich erst vor wenigen Monaten beruflich neu orientiert, erklärte der frühere Kämmerer, heute Leiter Unternehmensplanung bei Zöllner Signalanlagen. Die CDU fordert von OB-Kandidaten, Erfahrung aus ähnlichen Positionen mitzubringen und bereit zu sein, „Mängel in der Verwaltung abzustellen und parteipolitische Gräben zuzuschütten“, betont Fraktionschef Stefan Kruber. Das Parteibuch sei dabei zu vernachlässigen, appelliert er an alle Fraktionen, sich gemeinsam auf die Kandidatensuche zu machen. FDP, Piraten und Linke haben ihre Unterstützung bereits signalisiert. Die CDU würde dann den früheren Stadtpräsidenten Eckhard Sauerbaum in die Findungskommission schicken. Sollte dieser einen Sozialdemokraten vorschlagen, könnte Kruber sich sogar eine CDU-Zustimmung vorstellen: „Nach dem Debakel sollten wir Gemeinsamkeiten in den Vordergrund rücken, nicht die Differenzen.“

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