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Große Resonanz auf Plakataktion

Flüchtlinge Große Resonanz auf Plakataktion

Die Plakaktaktion „Refugees welcome“ hat viel Resonanz hervorgerufen - negative, vor allem aber Lob. An vielen Orten nutzten Bürger das Plakat, um Flüchtlinge in Schleswig-Holstein willkommen zu heißen: Ob am Historischen Museum in Rendsburg, an der Kieler Nikolaikirche oder den Rathäusern von Plön und Neumünster.

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Im Zeichen der Flüchtlingshilfe

Mitarbeiter aus allen Abteilungen: Technik, Maske, Ballett, Werkstätten, Orchester, Oper, Chor, Verwaltung und viele mehr vor dem Opernhaus halten das Plakat der KN-Aktion "Refugees Welcome" in die Höhe.

Quelle: Olaf Struck

Kiel. Die Aktion „Refugees welcome – Ihr seid willkommen!“ unserer Zeitung ist auf breite Resonanz gestoßen: Das blau-weiße Plakat wurde am Freitag an vielen Orten angebracht – am Historischen Museum in Rendsburg ebenso wie in der Kieler Nikolaikirche und den Rathäusern von Plön und Neumünster.

 Auch bei einem Vernetzungstreffen, zu dem Ministerpräsident Torsten Albig, Bischof Gothart Magaard und die Diakonie nach Neumünster geladen hatten, hing das Plakat. „Medien haben eine wichtige ethische Verantwortung“, sagte Landespastor Heiko Naß. „Für die Plakataktion bin ich sehr dankbar, weil sie den breiten Konsens der Bevölkerung hervorhebt und uns damit unterstützt.“ Denn in der Arbeit mit Asylsuchenden seien alle bis an die Grenzen des Möglichen beansprucht. „Ich bin überzeugt, dass wir die Herausforderungen meistern."

Am Freitag startete die Plakataktion „Refugees welcome – Ihr seid willkommen!“ der Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung. Leser können uns Ihre Fotos mit dem Plakat an willkommen@kieler-nachrichten.de schicken.

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 Ihre Solidarität mit den Flüchtlingen zeigt auch die Kieler Tourist-Information: Dort steht das Plakat – extra gerahmt – nun auf dem Tresen. Etliche Privatunternehmen nutzten das Plakat ebenfalls – wie Meislahn in Kiel. Der Laboer Unternehmer Stephan Matthiesen postete ein Foto von dem Plakat am Ortseingangsschild von Laboe. Für ihn sind Flüchtlinge vor allem eine Bereicherung: „Ich habe vor zehn Jahren einen Kriegsflüchtling, eine junge Dame aus dem Kosovo, als Auszubildende eingestellt. Heute ist sie Geschäftsführerin und nicht mehr aus dem Betrieb wegzudenken.“

 Ebenso zeigten Privatleute Flagge für Flüchtlinge, druckten die Plakate von kn-online.de aus, holten sich weitere Exemplare in den Geschäftsstellen der Zeitung und hängten sie an Auto- oder Fensterscheiben. Anrufer lobten das eindeutige Bekenntnis zu den Flüchtlingen und die Angaben zu konkreten Unterstützungsmöglichkeiten auf der Rückseite des Plakats. Ex-Innenminister Andreas Breitner schrieb auf Facebook: „So sind wir im Norden. Dank an die KN für diese Idee und Umsetzung. Klasse!“

 Neben solch positiven Reaktionen auf die Gemeinschaftsaktion dieser Zeitung mit den Städten Kiel und Neumünster sowie den Kreisen Segeberg, Plön und Rendsburg-Eckernförde gab es auch negative Kommentare – wie die Kritik, eine solche Aktion sei nicht Aufgabe einer Zeitung.

Währenddessen versuchten die 500 neuen Flüchtlinge in Kiel, sich im Container-Dorf einzugewöhnen und zur Ruhe zu kommen. Mangels Lagerkapazitäten können dort keine weiteren Spenden mehr angenommen werden.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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Wohin kann man sich wenden, wenn man Flüchtlingen in Not helfen möchte? An dieser Stelle finden Sie Adressen und Ansprechpartner aus Kiel und Neumünster sowie den Kreisen Segeberg, Rendsburg-Eckernförde und Plön sowie unser Willkommens-Plakat als Download. mehr

Fotostrecke: Willkommen in Kiel

Am Freitag startete die Plakataktion „Refugees welcome – Ihr seid willkommen!“ der Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung. Leser können uns Ihre Fotos mit dem Plakat an willkommen@kieler-nachrichten.de schicken.

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