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Refugees welcome Im Zeichen der Flüchtlinge in Kiel
Refugees welcome Im Zeichen der Flüchtlinge in Kiel
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18:46 10.09.2015
Von Kerstin Tietgen
Die Stadt Kiel will ihre Interkulturellen Wochen 2015 dafür nutzen, Flüchtlinge willkommen zu heißen. Quelle: Stadt Kiel
Kiel

Mit 18 Veranstaltungen habe man die Anzahl der Angebote im Vergleich zu den Vorjahren um die Hälfte reduziert, weil man bei der diesjährigen Organisation ein besonderes Augenmerk darauf gelegt habe, dass sich alle Veranstaltungen auf das vorgegebene Thema konzentrieren, erklärte Migrationsreferentin Birgit Lawrenz.

„Wir haben hier in Kiel im Jahr eigentlich 52 interkulturelle Wochen“, sagte Stadtrat Gerwin Stöcken. „Kiel ist eine Stadt mit 20 Prozent Migrationshintergrund.“ Doch in diesen zwei Wochen sollen die Themen Flüchtlinge und ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen noch gezielter betrachtet werden. Bereits das fünfsprachige Programmheft, das auf Deutsch, Russisch, Englisch, Arabisch und Türkisch erschienen ist, zeigt die Bemühungen, neue und alte Kieler zu vereinen.

Den inoffiziellen Auftakt bildet das Soundcheck-Festival mit Live-Musik am Sonnabend, 19. September, ab 14 Uhr im Sport- und Begegnungspark in Gaarden. Das interkulturelle Picknick am Sonntag, 20. September, von 12 bis 15 Uhr im Hiroshima-Park soll ein Ort der Begegnung werden. „Es muss nicht immer ein großes Projekt sein, das die Leute zusammenbringt“, so Hebestreit. Jeder packt sich seinen Picknickkorb. Gäste können das kulturelle Angebot auf der Bühne spontan mitgestalten.

Einige Angebote sollen Flüchtlingen gezielt den Start und das Leben in der Landeshauptstadt erleichtern. Bei Stadtrundfahrten der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) am Montag, 21., und Montag, 28. September, werden ihnen jeweils um 10 Uhr die wichtigsten Anlaufpunkte gezeigt und Informationen zum Nahverkehr gegeben.

Es wird auch einen speziellen Workshop für Ehrenamtler am Sonntag, 4. Oktober, geben. Mitglieder bereits erfolgreicher Projekte geben in den Räumen der Alten Muthesius-Kunsthochschule Hilfe zur Projektentwicklung. Gerade in den zurückliegenden Wochen hat das ehrenamtliche Engagement einen enormen Aufschwung erfahren. „Was Initiativen angeht, können wir uns in dieser Stadt wirklich glücklich schätzen“, sagte Hebestreit.

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