19 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Mit Flüchtlingen zusammen feiern

Konzert im Max Mit Flüchtlingen zusammen feiern

Rocken für den guten Zweck: Im Max-Nachttheater startet am Freitagabend das erste Benefiz-Konzert „Kiel spielt für Flüchtlinge“. Mit dabei sind die Kieler Bands Tears for Beers, Sexto Sol und Rakete Mendoza.

Voriger Artikel
Schwieriges Kennenlernen
Nächster Artikel
Familie Safar und ihr kleiner Hauke

Die Band Sexto Sol tritt im Max beim Benefiz-Konzert „Kiel spielt für Flüchtlinge“ auf.

Quelle: Michael Kaniecki

Kiel. Allein im sozialen Netzwerk Facebook haben sich schon fast 200 Menschen angemeldet, zudem wird mit rund 300 Flüchtlingen gerechnet. „Wir haben ein fröhliches, rockiges und tanzbares Programm auf die Beine gestellt“, sagt Arne Eichberg (50) vom Kieler Jugendring nicht ohne Stolz. „Für jeden – egal ob Jugendlicher, Erwachsener oder Familien – ist etwas dabei.“

Feiern für den guten Zweck

Zusammen mit der Kieler Flüchtlingshilfe waren sich die Mitarbeiter vom Jugendring bei einem Netzwerktreffen an der Kieler Uni schnell einig: Man müsste doch einmal mit Flüchtlingen zusammen feiern und nebenbei noch Gelder einwerben können. Vor rund drei Monaten begannen die Planungen. Rund einmal die Woche trafen sich seitdem bis zu zehn Leute, um alles zu organisieren. „Schwierig war die Terminfrage“, erzählt Eichberg. Als der dann aber stand, ging alles ruckzuck. Kontakte zu Flüchtlingsheimen und Betreuern von unbegleiteten Jugendlichen wurden hergestellt. Dank der zehnjährigen Erfahrung mit der „Jungen Bühne“ zur Kieler Woche hatte der Jugendring schnell Bands, Bühnentechniker und Veranstalter an der Hand. Das Max verzichtet auf die Miete, die Mitarbeiter sind freiwillig dabei. Unterstützung kommt unter anderem von Kieler Firmen wie In Sound, Thomsen Werbemittel und Bendith Graphics.

Flüchtlinge zahlen nichts

Um 18.30 Uhr ist Einlass. Los geht es um 19.30 Uhr mit Grußworten der Bundestagsabgeordneten Luise Amtsberg und des Kieler Ratsmitglieds Benjamin Rasche. Dann darf getanzt werden, wenn die drei Bands nach und nach auf die Bühne kommen. Nach drei Stunden geht es mit einer DJ-Aftershowparty in der Bar weiter. Die Erlöse der Eintrittsgelder (10 Euro an der Abendkasse, Flüchtlinge zahlen nichts) und je einem Euro pro Getränk gehen zu gleichen Teilen an den Jugendmigrationsdienst der Awo und an den Vormundschaftsverein Lifeline. Eichberg ist gespannt auf die Party: „Von vielen Flüchtlingen haben wir schon gehört, dass sie sich wie irre freuen.“

Auch der Kieler Jugendring-Geschäftsführer Burkhardt Richard fiebert dem Termin entgegen: „Sollte das ein Erfolg werden, wollen wir das gerne fortsetzen. Vielleicht nächstes Mal mit Klassik oder Theater. Geld wird immer gebraucht angesichts der aktuellen Flüchtlingsproblematik.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

Foto: Ein paar Taschen und nicht viel mehr: Flüchtlinge haben in Kiel das Containerdorf auf dem Nordmarksportfeld bezogen. Sie haben nur wenige Habseligkeiten und brauchen Unterstützung. Das gilt gerade auch für die Jüngsten.

Wohin kann man sich wenden, wenn man Flüchtlingen in Not helfen möchte? An dieser Stelle finden Sie Adressen und Ansprechpartner aus Kiel und Neumünster sowie den Kreisen Segeberg, Rendsburg-Eckernförde und Plön sowie unser Willkommens-Plakat als Download. mehr

Fotostrecke: Willkommen in Kiel

Am Freitag startete die Plakataktion „Refugees welcome – Ihr seid willkommen!“ der Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung. Leser können uns Ihre Fotos mit dem Plakat an willkommen@kieler-nachrichten.de schicken.

Mehr zum Artikel
Moin-App
Foto: Projektleiter Paul Lewandowski zeigt die Moin-App, die wichtige Anlaufstellen in der Stadt und Basisinformationen zu Asylrecht, Kultur und anderen Themenfeldern enthält. Vieles läuft über Fotos und Symbole, damit die Inhalte leicht und schnell erfassbar sind.

Flüchtlinge sollen sich schnell in Kiel zurechtfinden. Das geht am besten über eine App. Aber sie muss jedem kostenlos zugänglich und vor allem verständlich sein, befand das Team von der Werbeagentur Markenwerk in Kiel und machte sich bereits im August an die Arbeit.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Refugees welcome 2/3