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Refugees welcome Mit Flüchtlingen zusammen feiern
Refugees welcome Mit Flüchtlingen zusammen feiern
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21:22 05.11.2015
Von Kristiane Backheuer
Die Band Sexto Sol tritt im Max beim Benefiz-Konzert „Kiel spielt für Flüchtlinge“ auf. Quelle: Michael Kaniecki

Allein im sozialen Netzwerk Facebook haben sich schon fast 200 Menschen angemeldet, zudem wird mit rund 300 Flüchtlingen gerechnet. „Wir haben ein fröhliches, rockiges und tanzbares Programm auf die Beine gestellt“, sagt Arne Eichberg (50) vom Kieler Jugendring nicht ohne Stolz. „Für jeden – egal ob Jugendlicher, Erwachsener oder Familien – ist etwas dabei.“

Feiern für den guten Zweck

Zusammen mit der Kieler Flüchtlingshilfe waren sich die Mitarbeiter vom Jugendring bei einem Netzwerktreffen an der Kieler Uni schnell einig: Man müsste doch einmal mit Flüchtlingen zusammen feiern und nebenbei noch Gelder einwerben können. Vor rund drei Monaten begannen die Planungen. Rund einmal die Woche trafen sich seitdem bis zu zehn Leute, um alles zu organisieren. „Schwierig war die Terminfrage“, erzählt Eichberg. Als der dann aber stand, ging alles ruckzuck. Kontakte zu Flüchtlingsheimen und Betreuern von unbegleiteten Jugendlichen wurden hergestellt. Dank der zehnjährigen Erfahrung mit der „Jungen Bühne“ zur Kieler Woche hatte der Jugendring schnell Bands, Bühnentechniker und Veranstalter an der Hand. Das Max verzichtet auf die Miete, die Mitarbeiter sind freiwillig dabei. Unterstützung kommt unter anderem von Kieler Firmen wie In Sound, Thomsen Werbemittel und Bendith Graphics.

Flüchtlinge zahlen nichts

Um 18.30 Uhr ist Einlass. Los geht es um 19.30 Uhr mit Grußworten der Bundestagsabgeordneten Luise Amtsberg und des Kieler Ratsmitglieds Benjamin Rasche. Dann darf getanzt werden, wenn die drei Bands nach und nach auf die Bühne kommen. Nach drei Stunden geht es mit einer DJ-Aftershowparty in der Bar weiter. Die Erlöse der Eintrittsgelder (10 Euro an der Abendkasse, Flüchtlinge zahlen nichts) und je einem Euro pro Getränk gehen zu gleichen Teilen an den Jugendmigrationsdienst der Awo und an den Vormundschaftsverein Lifeline. Eichberg ist gespannt auf die Party: „Von vielen Flüchtlingen haben wir schon gehört, dass sie sich wie irre freuen.“

Auch der Kieler Jugendring-Geschäftsführer Burkhardt Richard fiebert dem Termin entgegen: „Sollte das ein Erfolg werden, wollen wir das gerne fortsetzen. Vielleicht nächstes Mal mit Klassik oder Theater. Geld wird immer gebraucht angesichts der aktuellen Flüchtlingsproblematik.“

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