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Im Zeichen der Flüchtlingshilfe

Tag der Reservisten Im Zeichen der Flüchtlingshilfe

Großer Andrang beim Tag der Reservisten auf dem Großflecken Neumünster. Zu den Besonderheiten der ausgestellten Militärtechnik gehörten zwei Patriot-Abschussrampen des Flugabwehrraketengeschwaders Husum, das seit rund drei Jahren im Einsatz in der Türkei an der Grenze zu Syrien ist. Innenminister Stefan Studt (SPD) informierte sich über die Belastungen des Einsatzes.

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Innenminister Stefan Studt (SPD, li.) ließ sich am Tag der Reservisten vom Landesvorsitzenden des Reservistenverbands, Kapitän zur See d. R. Jens Kullik, über die Einsatzbereitschaft von Reservisten im Rahmen des Katastrophenschutzes informieren.

Quelle: Karsten Leng

Neumünster. Nicht nur dass der Innenminister seit kurzer Zeit zu den aktiven Reservisten gehört. Er ist wegen des Flüchtlingsandrangs auf die Unterstützung der Bundeswehr dringend angewiesen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, in Kasernen in Boostedt, Seeth und Albersdorf neben der bestehenden in Neumünster weitere Erstaufnahmen einzurichten“, so Studt. Ob weitere Kasernen der Bundeswehr in Schleswig-Holstein für die kurzfristige Unterbringung von Flüchtlingen in Betracht gezogen werden, ließ der Minister offen.

 Der Kommandeur des Landeskommandos, Oberst Ralf Güttler, bestätigte, dass auf Anweisung des Bundesverteidigungsministeriums auch in Schleswig-Holstein sämtliche Standorte der Bundeswehr derzeit daraufhin überprüft werden, ob zumindest in Teilen der Kasernen die Möglichkeit einer Unterbringung besteht. „Dabei spielen logistische und sicherheitsrelevante Kriterien eine Rolle“, so Güttler. Der Kommandeur geht davon aus, dass voraussichtlich Ende Oktober die Ergebnisse der Überprüfung vorliegen werden.

 Kasernen sind als Flüchtlingsaufnahmen auch deshalb sehr gefragt, weil in ganz Deutschland die Wohncontainer knapp werden. „Wir werden voraussichtlich die Containerdörfer in Kiel, Rendsburg und Eggebeck noch komplett mit Containern ausstatten können“, sagte Studt. Es sei aber abzusehen, dass der Markt für Container danach erschöpft sei.

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Foto: Ein paar Taschen und nicht viel mehr: Flüchtlinge haben in Kiel das Containerdorf auf dem Nordmarksportfeld bezogen. Sie haben nur wenige Habseligkeiten und brauchen Unterstützung. Das gilt gerade auch für die Jüngsten.

Wohin kann man sich wenden, wenn man Flüchtlingen in Not helfen möchte? An dieser Stelle finden Sie Adressen und Ansprechpartner aus Kiel und Neumünster sowie den Kreisen Segeberg, Rendsburg-Eckernförde und Plön sowie unser Willkommens-Plakat als Download. mehr

Fotostrecke: Willkommen in Kiel

Am Freitag startete die Plakataktion „Refugees welcome – Ihr seid willkommen!“ der Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung. Leser können uns Ihre Fotos mit dem Plakat an willkommen@kieler-nachrichten.de schicken.

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