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Schnelles Internet in einem Jahr

Preetz Schnelles Internet in einem Jahr

Kein Risiko, ein zeitnahes Ergebnis: Die Stadt Preetz geht in Sachen schnelles Internet einen eigenen Weg, um allen Bürgern innerhalb eines Jahres Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s zum Heraufladen anbieten zu können.

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Preetz. Einem Beitritt zum Breitband-Zweckverband des Kreises Plön hat der Hauptausschuss der Schusterstadt bereits eine Absage erteilt. „Uns ist das Risiko zu groß, plötzlich selber Betreiber eines Netzes zu werden. Das ist auch nicht die Aufgabe einer Kommune“, betont Noch-Bürgermeister Wolfgang Schneider (parteilos). Ab September wird der frisch gewählte Björn Demmin (parteilos) den Chefsessel im Rathaus von Schneider übernehmen.

 Bei einer Teilnahme an dem zu Jahresbeginn gegründeten Zweckverband, der den Glasfaser-Netzausbau im Kreis mit 75 Millionen Euro voranbringen möchte, fühlen sich die Preetzer nicht richtig aufgehoben: „Die Reihenfolge des Ausbaus kann Preetz in Schwierigkeiten bringen, eventuell hätten wir dann auch in den nächsten Jahren nicht die flächendeckende Versorgung sichergestellt“, sagt Schneider. Derzeit würde schnelles Internet hauptsächlich über Kabel Deutschland mit bis zu 100 Mbit/s angeboten, etwa 60 Prozent der Haushalte seien darüber angebunden. Allerdings sei dieser Anbieter, sagt Schneider, derzeit nicht willens, das Netz komplett auszubauen. Deshalb habe Preetz selber per Ausschreibungsverfahren nach einem Anbieter gesucht, der künftig ein komplettes leistungsfähiges Netz anbieten soll. Drei Anbieter hätten ihren Hut in den Ring geworfen, zwei davon „sind in der Stadt bislang nicht präsent“, sagt Schneider. Auf einer Sondersitzung des Preetzer Hauptausschusses am 12. August soll dann entschieden werden, wer den Auftrag bekommt, den die Stadt mit „maximal 200000 Euro“ unterstützen will.

 Innerhalb eines Jahres sollen dann die 60 Kabelverzweiger in der Stadt technisch so aufgerüstet werden, dass alle Haushalte schnelles Internet bekommen können. „Der Vorteil an dieser Lösung: Die Kunden müssen ihren Anbieter nicht wechseln“, betont Schneider. Weiterer Vorteil gegenüber der Zweckverband-Mitgliedschaft: Niemand müsse warten, bis die Anschlussquoten von mindestens 50 Prozent in bislang schlecht versorgten Gebieten der Stadt erfüllt seien. „Wir sind nach einem Jahr raus aus dem Risiko, zahlen nur wenig Geld und bieten Firmen und Privathaushalten zeitgemäßes Internet. Das ist für Preetz sehr wichtig“, ergänzt Schneider.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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