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Ärger mit dem Internet – und was der Fachmann sagt

KN-Serie Schleswig-Holstein Digital Ärger mit dem Internet – und was der Fachmann sagt

Stefan Leybold (54) ist selbständiger Autor und Verleger, aus Schillsdorf (Kreis Plön). Seine Erfahrung: „Als Selbständiger im Medienbereich bin ich auf eine gute und stabile Internet-Anbindung angewiesen.

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Quelle: KN-online

Plön. Doch die DSL-Verbindung ist absolut unzureichend, LTE ist zwar schneller aber wenig stabil und vom Datenvolumen her unzureichend. 800 Meter von meinem Hof entfernt ist ein Glasfaseranschlusspunkt. Doch wenn ich den nutzen wollte, müsste ich nicht nur das Verlegen bezahlen, sondern auch den Weg bis dorthin kaufen. Das ist für mich unbezahlbar. Ich möchte daher wissen: Was tut der Kreis, um die Internet-Versorgung auf dem Land zu verbessern?“

Jens-Peter Baden ist Projektmanager Breitband beim Kreis Plön. Seine Antwort:

 „Der Kreis Plön hat sich die Versorgung des ländlichen Raumes mit einer kreisweiten Glasfasernetz–Infrastruktur zu einem primären Ziel gemacht. Es sind verschiedene Modelle zur Umsetzung entstanden, die der Kreis alle konstruktiv und koordinierend begleitet. Besonderen Schwung haben uns die Ergebnisse einer kreisweiten Machbarkeitsstudie gegeben. Dort wurde attestiert, dass ein von den Gemeinden gemeinsam betriebener Ausbau eines kommunalen Glasfasernetzes mit einer langfristigen Finanzierung erfolgreich sein kann. Ein Breitband-Zweckverband mit 46 Gemeinden hat sich bereits gegründet und ein zweiter in der Probstei ist in der Entstehung. Auch Ihre Gemeinde Schillsdorf ist dem Breitbandzweckverband Kreis Plön beigetreten. Eine erforderliche europaweite Ausschreibung ist in Vorbereitung. Leider gibt es für kommunal finanzierte Telekommunikationsnetze aus wettbewerblichen Gründen viele rechtliche Regelungen zu beachten. Deshalb wird noch etwas Zeit vergehen, bis ein kreisweites Glasfasernetz zur Verfügung steht.“

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Ein Artikel von
Bastian Modrow
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Das Notebook ist da, schnelles Internet jedoch lässt auf sich warten: „Wenn das nicht funktioniert, ziehen die Leute schlimmstenfalls weg in die Stadt oder in den nächstgelegenen Ort, in dem die digitale Infrastruktur besser ist“, sagt Hans-Peter Ulverich, Bürgermeister des Örtchens Bahrenhof im Kreis Segeberg.

Skypen mit der Tochter in Atlanta, bei Facebook Fotos vom Spaziergang mit dem Hund hochladen oder Tweets bei Twitter hinterlassen: Für den Stadtmenschen ist all das seit Jahren praktizierter Alltag – eine technische Selbstverständlichkeit. Ganz anders auf dem Land: Auf die digitale Revolution, auf Breitbandversorgung und schnelles Internet warten die Bewohner etlicher Dörfer noch heute.

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