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Wenn der Urlaub auf der Website beginnt

Serie SH Digital Wenn der Urlaub auf der Website beginnt

Eine gut gemachte Homepage ist das Aushängeschild im Netz – gerade für die Tourismusbranche im Land ist das längst keine Binsenweisheit mehr. Private und professionelle Vermieter stecken viel Mühe in einen überzeugenden Internet-Auftritt, sagt Marc Euler von der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash). Sein Rat: „So eine Seite muss ihre Besucher emotional ansprechen.“

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„Ein gepflegter Internet-Auftritt ist das A und O“, sagt Stefan Scholtis vom Dehoga.

Quelle: ago: Anne Gothsch

Kiel. Die neue Tash-Kampagne Glückswachstumsgebiet mit der dazugehören Website macht es vor. „Es lohnt sich, mit großen Optiken zu arbeiten, Urlaubsgefühl zu vermitteln, Inspiration für die Reise zu liefern“, sagt Euler. „Eigentlich muss der Urlaub schon auf der Website beginnen.“ Statt seine Homepage mit Details zu überladen, sollte der Besitzer einer Ferienwohnung die Alleinstellungsmerkmale seines Angebots hervorheben – nur so könne er aus der Masse herausstechen.

 Eine gepflegte Internet-Präsenz ist das A und O, findet auch Stefan Scholtis, Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Kiel. „Hier gelten die gleichen Standards wie bei der Speisekarte im Schaukasten an der Tür“, betont er. „Die darf auch nicht gewellt oder verblichen sein.“ Denn der potentielle Gast beurteile anhand dieses ersten Eindrucks die zu erwartende Qualität. Gerade die Kanäle in den sozialen Netzwerken seien jedoch pflegeintensiv. Kleinere Hotels beispielsweise stießen hier an ihre Grenzen. „Sicherlich ist nichts tödlicher, als einen Facebook-Account zu haben, den niemand ,liked’ und auf dem nichts passiert“, gibt Scholtis zu bedenken.

 Dass Reiseplanung und Internet fest zusammengehören, verdeutlicht Peter Böhm, Geschäftsführer vom Hotel Berliner Hof in Kiel, mit einer Zahl: Mehr als 90 Prozent der Buchungen laufen in seinem Haus digital ein. „Ganz selten noch kommen Faxe an, und vielleicht einmal im Jahr ein Brief mit einer Anfrage“, berichtet er. Doch nicht nur die Reservierung ist über das Netz einfacher geworden. Auch die Rückmeldungen zur Qualität von Angebot und Service gibt es im digitalen Zeitalter viel mehr als noch vor zehn Jahren, wo den Übernachtungsgästen in vielen Hotels bei der Abreise ein Fragebogen in die Hand gedrückt wurde. „Was etwa in den Kommentaren bei Buchungsplattformen steht, behalten wir im Auge, um darauf reagieren zu können“, sagt Böhm.

 Mit den Herausforderungen durch die fortschreitende Digitalisierung befasst sich in diesem Jahr auch der Tourismustag. Vertreter der Branche wollen dazu am 26. November in Husum diskutieren. pat

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Ein Artikel von
Thomas Paterjey
Lokalredaktion Kiel/SH

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