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Gastkommentar
Gastbeitrag von Achim Stephan
Gefühle an sich sind nicht das Problem in der derzeitigen politischen Lage – der ausgeschaltete Verstand ist es.

Der Begriff des Postfaktischen erklärt Gefühle zu einem Gift, das uns den Verstand vernebelt – zum Gegenteil der Aufklärung. Dabei sind Emotionen die mächtigsten Indikatoren des gesellschaftlichen Befindens.

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Gastbeitrag von Juliane Stegner
Die documenta 14 wird an diesem Wochenende in Athen eröffnet. Viele Bewohner begegneten dieser Idee mit Skepsis – doch der Perspektivwechsel bietet Chancen für alle Europäer.

Was haben die Athener davon, wenn die deutsche Kulturinstitution documenta erstmals nach Griechenland kommt? Juliane Stegner vom Goethe-Institut in Athen findet, dass wir als Eingeborene von Europa noch viel voneinander lernen können.

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Reformationsjubiläum
Geschichte fließt, Luther kann nicht beantworten, was Menschen heute fragen, meint Theologe Jörg Lauster. Ein Plädoyer für den liberalen Kulturprotestantismus.

500 Jahre Reformation: Das Jubiläum wird begangen wie eine Geschichtsstunde. Dabei zielen die Lehren Martin Luthers auf einen permanenten Gestaltwandel von Glauben und Kirche. Deshalb müssen Christen den Mut haben, ihr Selbstverständnis ohne institutionelle Selbstgefälligkeit beständig im Hier und Heute neu zu justieren.

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Gastbeitrag von Achim Wambach
Die Bürger Europas fordern mehr Mitbestimmung, doch das muss nicht bedeuten, dass das Konzept der Europäischen Union aufgegeben werden muss.

Dass heute, 60 Jahre nach Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, die EU-Staaten wieder mehr nationale Souveränität fordern, ist nicht der Anfang vom Ende. Im Gegenteil: Seit jeher sind einzelne Staaten Sonderwege gegangen, ohne die Gemeinschaft zu gefährden.

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Gastbeitrag von Eckart von Hirschhausen
Die Kraft der Einbildung ist nicht zu unterschätzen: Inzwischen glaubt auch die Wissenschaft daran, dass Placebo-Medikamente Patienten helfen können.

Es ist wirkstofffrei – und hat mitunter dennoch wundersame Wirkung: das Placebo. Früher hieß es, die Scheinmedikamente entlarvten vor allem eingebildete Kranke. Heute weiß man: Sie helfen tatsächlich, auch in schwereren Fällen.

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Gastbeitrag zur digitalen Überforderung
Sofortige Befriedigung, nur einen Klick entfernt: Durch das Internet verlernen wir, uns Belohnung zu erarbeiten, meint Medienwissenschaftler Roberto Simanowski.

Informationsflut, Nonstop-Unterhaltung, Befriedigung ohne Aufschub: Das Internet hat uns scheinbar einen Raum unbegrenzter Möglichkeiten eröffnet – um den Preis, dass wir gierig und ungeduldig geworden sind und kaum noch selbstständig denken.

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Gastbeitrag von Matthias Wolfschmidt von Foodwatch
Arme Schweine: Nutztiere werden in der modernen Landwirtschaft noch immer nur auf Ertrag gezüchtet – und immer anfälliger für Krankheiten.

Kühe, Schweine und Hühner sind auf maximale Erträge gezüchtet – mit der Folge, dass sie immer kränker werden. Solange der Preisdruck auf die Landwirtschaft andauert, wird sich daran nichts ändern. Höchste Zeit für Gesetze, die dem Tierwohl Vorrang geben.

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Lernen im Pisa-Zeitalter
Mit Spaß lernen statt stumpf pauken: Robin Williams (stehend) spielt im Film „Der Club der toten Dichter“ einen Lehrer, der mit alternativen Lehrmethoden aneckt.

Die Bildungsanstrengungen in unserem Land müssen nicht noch effizienter, sondern völlig neu justiert werden: hin zu selbstständigem und interessengeleitetem Lernen. Denn wer in Zeiten rasanten Wandels Schritt halten will, muss eigenständig denken.

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