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Kolumnen Schönes Ding! (III)
Sonntag Kolumnen Schönes Ding! (III)
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19:56 15.07.2016
Von Uwe Janssen
Kann zubeißen und zurückschlagen: Die Risikoabschätzung für verschiedene Mülleimermodelle wird beim Kauf oft zugunsten der Optik vernachlässigt. Ein Fehler. Quelle: Mario Storch / CC BY 2.0
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Mülleimer ist gleich Mülleimer? Das gab es irgendwann mal, als Müll noch Müll war und nicht komplizierter aufgeteilt als Besteck in der Küchenschublade. Und so wie dort aus unerfindlichen Gründen die Gabeln immer in der Mitte liegen, steht der Hausmülleimer immer in irgendeiner Ecke. Es sei denn, er ist in einem Schrank und öffnet seinen stinkenden Schlund automatisch, wenn man die Tür öffnet. Ansonsten: Ecke.

Und dort hat man nun die Wahl: Metall oder Kunststoff? Weiß oder Creme? Schwingdeckel oder Pushklappen? Ja, Schwingdeckel oder Pushklappen in Trash-Trendfarbe, das wäre mal was! Da kann man den Mülleimer in die Hausbesichtigung mit einbauen, falls Besuch kommt. Ein schickes Accessoire, das die ehedem aschenputtelige Küchenecke zu neuem Leben erweckt, ein Schluckkästchen der Wohnung. Oder ein Mist-have, wie der Bauer sagt.

Von Treteimer zu Pushklappe

Für einen Haushalt, der Jahrzehnte die Treteimer von Generation zu Generation weitergereicht hat, ist ein Pushklappen-Mülleimer natürlich eine Umstellung. Der Bewegungsablauf ist im Prinzip der gleiche. Treten, Müll reinwerfen, Hand weg, Fuß weg. Wer allerdings vom Klappdeckel zur Pushklappe wechselt, sollte die letzten beiden Bewegungen nicht vertauschen.

Denn kommt Fuß weg vor Hand weg, ist je nach Pushkraft Hand wirklich weg. Sie liegt zwar immerhin im Müll, aber wer weiß, was man da vorher reingeworfen hat, und außerdem ist unklar, ob Hände überhaupt in den Hausmüll gehören. Also lieber Finger weg vom Pushklappenmodell, wenn man unsicher ist.

Sorgfalt vor Coolness

Das Schwingklappenmodell ist ungefährlicher, birgt aber auch Tücken. Der Schaukeleffekt der Klappe kann beim Zurückschwingen Teile des noch fallenden Mülls aufgreifen und sehr heterogen in der Wohnung oder auf der Kleidung des Entsorgenden verteilen. Hier geht Sorgfalt vor Coolness, man sollte hingucken beim Wegwerfen oder gleich die Klappe halten und sie anschließend locker ausschwingen lassen.

Wer eher retro unterwegs ist, nimmt einfach einen Eimer. Eimer ist aus dem englischen "I'm air" abgeleitet, "Ich bin Luft", und zwar schlechte. Ein Deckel oder Raumspray "Bergfrische" kann das Problem neutralisieren. Ist Bergfrische alle: neue kaufen. Vorher: Dose entsorgen. Aber nicht einfach in den Eimer. Immer an die Besteckschublade denken.

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