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Kolumnen Wetter aus dem Baumarkt
Sonntag Kolumnen Wetter aus dem Baumarkt
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19:46 20.11.2015
Von Uwe Janssen
Wie denn nun? Machen Sie sich Ihr Wetter doch einfach selbst. Quelle: RND

Da ist sie also wieder, die Übergangszeit. Die So-oder-so-Zeit. Heizung an oder nicht? Fenster auf oder nicht? Wolljacke an oder nicht? Gut, dieser November war in weiten Teilen eher: T-Shirt oder doch was Luftiges? Überhaupt haben sich die Übergangsphasen etwas verschoben. Es gibt schon bald nicht mehr die Übergangsphase zum Winter, sondern die Übergangsphase Winter zwischen dem Spätsommermonat November und der Eröffnung der Freibadsaison Ende Februar.

Winling und Sorbst

Das bringt auch die Geoökonomen ins Grübeln. Vielleicht sind vier kostenintensive Abschnitte gar nicht mehr nötig, um ein Jahr abzubilden. Vielleicht reichen Winling und Sorbst oder, anders sortiert, Frühmer und Winst. Darauf eine Glühschorle und eine Pizza Zwei Jahreszeiten mit Salampignons und Artischinken.  

Aber was denn nun? Heizung an oder Heizung aus? Wer sich nicht entscheiden kann, sollte sich eigenes Wetter machen. Das geht im großen Stile, das geht aber auch zu Hause und bringt eine größtmögliche Kontrolle über das Wettergeschehen. Auch dann, wenn draußen schon abgeschmolzenes Gletscherwasser vorbeifließt.  

Privatwetter für Einsteiger

Die Frage ist: Wo bekommt man auch als saunaloser Haushalt eigenes Wetter und wo installiert man es am besten? Ein Baumarkt bringt einen da schon ein Stück weiter. Wer sein Privatwetter mit Niederschlägen möchte, sollte gekachelte Räume vorziehen oder vielleicht in einer Garage mit Gully anfangen. Eine handelsübliche Dusche, Heißwasser und eine 500-Watt-Baustellenlampe reichen bereits für ein ordentliches Wetterbasispaket. Wer Extras wie Tropenregen oder Monsun möchte, sollte einen radkappengroßen Wellnessduschkopf nehmen. Gesichtsbräuner und Nebelmaschine erhöhen die Authentizität.

Der Einsatz einer Schneekanone hängt von der Raumgröße ab. Überhaupt ist die Herstellung von Winterszenarien etwas aufwendiger, mit Flüssigstickstoff und einer handlichen Kältemaschine kann aber in jeden Haushalt ein bisschen Arktis gebracht werden. Da kommt der gute alte Daunenparka doch noch mal zum Einsatz. Wenn der klimaabhängige Nachbar mal komisch guckt – der ist nur neidisch! Jedenfalls anfangs. In der Übergangszeit.

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