18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
0:2 in Russland: Fed-Cup-Finale in weiter Ferne

Tennis 0:2 in Russland: Fed-Cup-Finale in weiter Ferne

Beim gemeinsamen Abendessen im Mannschaftshotel versuchten Barbara Rittner und das deutsche Fed-Cup-Team, den ernüchternden Auftakt im Halbfinale gegen Russland aufzuarbeiten.

Voriger Artikel
2:1 gegen Reading: Arsenal erneut im FA-Cup-Finale
Nächster Artikel
2:0 über Valencia: Barcelona behauptet Tabellenführung

Lies Julia Görges im ersten Einzel kaum eine Chance: Swetlana Kusnezowa.

Quelle: Maxim Shipenkov

Sotschi. Als sich Andrea Petkovic, Angelique Kerber, Sabine Lisicki und Julia Görges nach und nach verabschiedeten, wussten die Spielerinnen schon, wer am Sonntag zum Einsatz kommen würde. Verraten wollte Rittner noch nichts - aber nach dem 0:2-Rückstand wäre alles andere als ein Einsatz von Kerber und Petkovic am Sonntag eine Überraschung.

"Sie haben jetzt einen Tag länger gehabt zur Erholung", hatte die Teamchefin der deutschen Tennis-Damen schon zuvor in der Pressekonferenz gesagt und damit bereits angedeutet, dass sie ihre beiden am Samstag noch geschonten Spitzenspielerinnen wohl für die erhoffte Wende beim Auswärtsspiel in Sotschi aufbieten wird. "Wir werden versuchen, das ganze Ding noch zu drehen", sagte Rittner.

Am völlig missratenen Eröffnungstag verlor die ehemalige Wimbledon-Finalistin Lisicki nach einem vergebenen Matchball 6:4, 6:7 (4:7), 3:6 gegen Anastasia Pawljutschenkowa und verpasste den fest eingeplanten Ausgleich. Görges unterlag zuvor der zweimaligen Grand-Slam-Turniersiegerin Swetlana Kusnezowa mit 4:6, 4:6.

"Ich bin sehr enttäuscht. Aber wir müssen jetzt positiv bleiben. Es sind noch drei Matches, und es gibt immer eine Chance, zurückzukommen", sagte Lisicki in der Pressekonferenz.

Doch nach dem 0:2 sind die Chancen auf den Einzug in das Endspiel am 14. und 15. November gering. Dabei galt die Auswahl von Rittner nach den Absagen von Maria Scharapowa und Jekaterina Makarowa auf dem Sandplatz in der Adler-Arena von Sotschi als favorisiert. An der Stätte der Eisschnelllauf-Entscheidungen bei den Olympischen Winterspielen 2014 erwies sich diese Rolle jedoch als Bürde.

Am Sonntag müssen die deutschen Damen beide Einzel und das abschließende Doppel gewinnen, um doch noch wie im Vorjahr das Finale zu erreichen. Allerdings macht auch die Statistik wenig Mut: Noch nie hat eine deutsche Fed-Cup-Auswahl seit Einführung des Best-of-Five-Formats vor 20 Jahren einen 0:2-Rückstand noch gedreht.

"Es gibt immer ein erstes Mal. Wir werden versuchen, das, was noch nie passiert ist, zu schaffen", sagte Rittner. Ihre Entscheidung, die müden und Jetlag-geplagten nominellen Führungskräfte Petkovic und Kerber zu schonen, verteidigte sie vehement. "Ich übernehme die volle Verantwortung dafür. Ich habe auch die Aufgabe, meine Spielerinnen zu schützen. Wir hatten einen Matchball. Wenn es 1:1 stehen würde, müssten wir darüber nicht diskutieren", sagte Rittner.

Mit dem Druck des Rückstandes konnte Lisicki aber nicht umgehen. Die Wimbledon-Finalistin von 2013 präsentierte sich trotz ihrer zuletzt wieder ansteigenden Formkurve am Ende als zu unkonstant. In einem zerfahrenen Duell unterliefen ihr 63 unerzwungene Fehler. Nach 2:29 Stunden verwandelte Pawljutschenkowa ihren dritten Matchball.

Beim Stand von 6:5 im zweiten Satz hatte Lisicki ihrerseits einen Matchball vergeben und verschwand nach dem im Tiebreak verlorenen Durchgang erst einmal mit Rittner und ihrem persönlichen Trainer Christopher Kas in der Kabine. Doch anstatt mental frisch zurückzukommen und die alles andere als überragend aufspielende Weltranglisten-38. unter Druck zu setzen, flatterten ihr die Nerven.

Die überraschend für das Einzel nominierte Görges hatte sich gegen Kusnezowa zwar tapfer gewehrt, war insgesamt aber auch chancenlos und musste sich nach 1:43 Stunden in zwei Sätzen geschlagen geben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bei SmartBets findest du alle Wettquoten und Buchmacher der 1. Bundesliga.
Mehr aus Aktuelle Sport News - Aus der Welt 2/3