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24 Jahre nach Ullrich: WM zurück in Norwegen

Radsport 24 Jahre nach Ullrich: WM zurück in Norwegen

Als Titelverteidiger im Einzel- und Mannschaftszeitfahren geht Tony Martin bei der Straßenrad-WM in Bergen an den Start. Die Chancen sind in diesem Jahr - auch wegen des Profils - eher mäßig. Im Straßenrennen soll es John Degenkolb für den BDR richten.

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Die deutsche Mannschaft Bora-hansgrohe beim Training für das WM-Teamzeitfahren in Bergen.

Quelle: Yorick Jansens

Bergen. Mit dem Teamzeitfahren der Frauen und Männer beginnen am heutigen Sonntag die Straßenrad-Weltmeisterschaften im norwegischen Bergen. Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin rechnet sich mit seinem Katusha-Team zum Auftakt nur Außenseiterchancen ein.

Auch im Einzelzeitfahren am Mittwoch dürfte es für den 32-Jährigen aufgrund des Streckenprofils mit der Titelverteidigung schwer werden. Höhepunkt der WM ist das Straßenrennen der Männer am 24. September. Dort wird John Degenkolb die deutsche Mannschaft als Kapitän anführen.

RÜCKKEHR: Erst zum zweiten Mal werden die Titelkämpfe in Norwegen ausgetragen. 1993 verblüffte Jan Ullrich in Oslo die Radsport-Welt, als er mit 20 Jahren zum jüngsten Amateur-Weltmeister aufstieg. Wenige Tage später gewann ein gewisser Lance Armstrong das Straßenrennen der Profis. Heute stehen die beiden Ex-Radstars für die dunkle Doping-Vergangenheit ihrer Sportart.

MANNSCHAFTSZEITFAHREN: Im vergangenen Jahr gewannen Tony Martin und Marcel Kittel mit dem belgischen Quick-Step-Team den WM-Titel im Mannschaftszeitfahren. Martin fährt inzwischen für den Katusha-Rennstall, der nicht zu den Favoriten zählt. Kittel wurde von Quick-Step nicht nominiert. Beste Chancen auf WM-Gold dürften die Teams BMC und Sky mit Tour- und Vuelta-Sieger Chris Froome haben.

EINZELZEITFAHREN: Als viermaliger Champion und Titelverteidiger geht Martin in Bergen an den Start. Doch mit Titel Nummer fünf dürfte es im Einzelzeitfahren schwer werden. Ein 3,4 Kilometer langer Schlussanstieg mit durchschnittlich 9,1 Prozent Steigung kommt eher Froome oder Giro-Champion Tom Dumoulin entgegen. Bei den Frauen ruhen die deutschen Hoffnungen auf Lisa Brennauer, die 2014 in Ponferrada den Titel gewann.

STRAßENRENNEN: Seit 51 Jahren wartet Deutschland auf einen Sieg im Straßenrennen der Profis. Der im vergangenen Jahr gestorbene Rudi Altig gewann als letzter Deutscher 1966 auf dem Nürburgring. Auch die letzte Medaille mit Platz drei durch André Greipel liegt schon sechs Jahre zurück. Als deutscher Kapitän geht John Degenkolb ins Rennen, allerdings sind die Voraussetzungen nicht die besten. Der Thüringer musste jüngst bei der Vuelta wegen einer Bronchitis aufgeben. Dagegen könnte der Slowake Peter Sagan vom deutschen Bora-hansgrohe-Team als erster Fahrer drei WM-Titel in Serie gewinnen.

UCI: In Bergen geht es nicht nur um Medaillen auf der Straße, sondern auch um den Vorsitz des Weltverbandes. Am Donnerstag kämpft der Brite Brian Cookson um seine Wiederwahl als UCI-Chef. Als Herausforderer stellt sich der Franzose David Lappartient zur Wahl.

dpa

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