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41. Ryder Cup: USA triumphiert über Europa

Golf 41. Ryder Cup: USA triumphiert über Europa

Mit 17:11 holen die US-Golfstars den Ryder Cup zurück in die Staaten. Die Titelverteidiger aus Europa um Martin Kaymer sind am Finaltag auch in den Einzeln chancenlos. US-Präsident Barack Obama ist begeistert.

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Nach der Niederlage verfolgen die Mitglieder vom Team Europa die Siegerehrung. Foto: Erik S. Lesser

Chaska. Das große Lob zum langersehnten Ryder-Cup-Triumph des US-Teams kam blitzschnell von Amerikas prominentestem Hobby-Golfer. US-Präsident Barack Obama gratulierte seinen Stars per Twitter:

"Was für ein Sieg für die USA" schrieb Obama. "Ich bin stolz, dass unsere Jungs die Trophäe nach Hause gebracht haben." Erstmals seit 2008 gewannen die USA wieder den wichtigsten Team-Wettbewerb im Golfsport. Mit einem deutlichen 17:11-Sieg entthronten die Amerikaner im Hazeltine National Golf Club den Titelverteidiger Europa um einen enttäuschten Martin Kaymer.

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David Love III hat sich ein Sternenbanner umgehängt und freut sich mit dem Ryder Cup über den Sieg. Foto: Craig Lassig

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In der Stunde des Sieges erinnerte Präsident Obama gleichzeitig an die US-Golflegende Arnold Palmer, der im Alter von 87 Jahren in der vergangenen Woche gestorben war. "Arnie lächelt herab." US-Kapitän Davis Love III war nach dem Erfolg den Tränen nahe und musste lange nach den richtigen Worten suchen. "Ich bin einfach sehr, sehr stolz auf die Jungs", sagte Love. "Sie haben alles getan, was ich von ihnen verlangt habe. Sie haben mit Herz gespielt. Sie haben hart gearbeitet und hart gekämpft."

Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie rissen die Amerikaner die wichtigste Team-Trophäe im Golfsport in einem hochemotionalen Match wieder an sich. 60 000 Fans in Chaska feierten den Sieg mit lauten "USA! USA!"-Sprechchören. Am Ende wurde die amerikanische Golf-Gemeinde für ihre lange Leidenszeit belohnt.

Nach der Demütigung vor zwei Jahren im schottischen Gleneagles installierte der US-Golfverband eine elfköpfige Task Force, um eine erneute Pleite zu verhindern - mit Erfolg. "Die Jungs hatten viel Druck in den vergangen Jahren. Wir hatten nicht unseren besten Lauf, deswegen freue ich mich auch so sehr für sie", sagte Love.

Mit einer komfortablen 9,5:6,5-Führung gingen die USA in den Schlusstag. Trotzdem war der Respekt vor dem Gegner groß. Die Erinnerungen an die Heimniederlage vor vier Jahren waren allgegenwärtig. In Medinah lagen die US-Golfer bereits mit 10:6 vor den Einzeln vorn, aber dann starteten die Europäer die Aufholjagd. Deutschlands Golfstar Kaymer sorgte damals für den entscheidenden Punkt und machte das "Wunder von Medinah" perfekt.

In diesem Jahr hieß der Matchwinner Ryan Moore. Der 33 Jahre alte US-Profi holte den Sieg-Punkt in seinem Duell gegen den Engländer Lee Westwood. Und dabei wäre Moore fast nicht im US-Team gewesen. Als letzter Spieler hatte er von US-Kapitän Love eine Wildcard erhalten. "Ich kann das noch gar nicht begreifen", jubelte Moore. "Vor einer Woche wusste ich nicht einmal, dass ich hier sein werde."

Den Europäern war dagegen wenig nach Jubeln zu Mute. Kaymer und Co. konnten die 41. Auflage des Ryder Cups in den Einzeln nicht mehr zu ihren Gunsten drehen. Neben Henrik Stenson (Schweden), Thomas Pieters (Belgien) und dem Spanier Rafa Cabrera-Bello sorgte Kaymer für einen der vier Siege bei zwölf Duellen am Schlusstag.

Für den 31-Jährigen war sein Erfolg allerdings nicht mehr als Ergebniskosmetik. Zu enttäuschend lief es für den Profi aus Mettmann während der drei Tage. Erst im vierten und letzten Match holte er seinen einzigen Punkt. "Wir haben alles versucht, wir haben alle hart gekämpft. Am Ende sind wir natürlich enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben", sagte Kaymer.

In zwei Jahren haben die Europäer in Paris die Chance zur Revanche. USA-Kapitän Love machte bereits am Sonntag dem Gegner eine Kampfansage. "Wir werden noch besser werden", betonte er.  

dpa

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