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5:2 gegen Ingolstadt: Hoffenheim wirbelt

Fußball 5:2 gegen Ingolstadt: Hoffenheim wirbelt

Erstmals unter Erfolgstrainer Nagelsmann erzielt 1899 Hoffenheim fünf Tore. Kaum jemand kann sich derzeit im Kraichgau vorstellen, dass der Bundesligist auf dem Weg ins internationale Geschäft noch einbricht.

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Die Hoffenheimer bejubeln das 1:0 von Sebastian Rudy.

Quelle: Uwe Anspach

Sinsheim. Mit nacktem Oberkörper stand Adam Szalai auf dem Zaun vor den glückseligen Fans und schmetterte die "Humba". Der ungarische Nationalstürmer war der gefeierte Mann nach dem 5:2 (1:1)-Sieg von 1899 Hoffenheim gegen den FC Ingolstadt.

Bei seinem erst zweiten Startelf-Einsatz dieser Bundesliga-Saison traf er zweimal (62. und 77. Minute.). Andrej Kramaric (79.) sorgte zudem für das zwölfte Jokertor der Kraichgauer. Bei einem lange zähen Abnutzungskampf bewies Trainer Julian Nagelsmann wieder einmal sein gutes Händchen. Hoffenheim festigte damit seinen vierten Tabellenplatz und darf weiter auf die erste Europacup-Teilnahme der Clubgeschichte hoffen.

"Wenn man nach einem 1:2-Rückstand gegen einen Abstiegskandidaten so zurückkommt, ist das schon gut", sagte Nagelsmann. Vor nur 23 028 Zuschauern in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena hatte der künftige Bayern-Profi Sebastian Rudy (17. Minute) die TSG in Führung gebracht. Almog Cohen war der zwischenzeitliche Ausgleich (38.) für die Oberbayern gelungen, die weiter auf dem vorletzten Rang liegen. Zudem erzielte TSG-Abwehrspieler Niklas Süle sein erstes Eigentor als Profi (60.). Den Endstand nach einem furiosen Endspurt der "Nagelsmänner" stellte der Ex-Ingolstädter Benjamin Hübner (88.) her.

Damit blieb Hoffenheim im zwölften Heimspiel hintereinander ungeschlagen - Vereinsrekord. Zudem sind die Kraichgauer auch nach dem vierten Duell mit Ingolstadt ohne Niederlage. "Fünf Minuten der Unkonzentriertheit haben gereicht, um das Spiel komplett kippen zu lassen", sagte FC-Trainer Maik Walpurgis, wollte aber nicht den Stab über seiner Mannschaft brechen: "Ich glaube, dass sie eine großartige Moral und einen Riesencharakter hat."

Nagelsmann hatte schon mit der Aufstellung ein klares Offensiv-Signal gegeben: In Szalai und Sandro Wagner bot der 29-Jährige zwei Stoßstürmer auf. Ingolstadt präsentierte sich, wie von dem 29-Jährigen prophezeit, als der erwartet "eklige" Gegner. Ziemlich überraschend fiel deshalb das 1:0: Wie schon am vergangenen Wochenende beim 1:1 auf Schalke durfte sich Rudy feiern lassen. Aus 31 Metern hatte der Kapitän und Nationalspieler abgezogen, der Ball drehte sich ins rechte Eck - Torwart Martin Hansen schaute verdutzt.

Glück hatten die Schanzer nach einem genialen Pass von Rudy: Schiedsrichter Bastian Dankert sah Nadiem Amiri im Abseits, lag mit dieser Entscheidung aber falsch (34.). Genauso unerwartet wie Hoffenheim zur Führung gekommen war, gelang dem Team von Walpurgis der Ausgleich. Keiner in der 1899-Abwehr kümmerte sich um Cohen, der nach Dario Lezcanos Zuspiel frei vom Elfmeterpunkt aus einschießen durfte.

Ohne Angreifer Mathew Leckie, dessen Zwei-Spiele-Sperre der DFB am Freitag bestätigt hatte, fehlten Ingolstadt auch im zweiten Durchgang zunächst die großen Szenen im Angriff. Dann verhalf den Gästen aber Süle mit seinem Kopfball-Eigentor zur Führung. Szalai - ebenfalls per Kopf nach einer Freistoßflanke von Rudy - gab mit seinem Ausgleichstreffer das Signal zu einem Sturmlauf der Hoffenheimer. Dabei machten Kramaric, der ungarische Nationalspieler selbst und Hübner den Sieg perfekt. Die erhoffte Teilnahme an der Champions League oder Europa League, so Szalai, rücke immer näher: "Die Spiele vergehen, und wir holen Punkte."

dpa

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