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Ancelotti lobt Matchwinner Neuer - Bayern siegt 3:1

Fußball Ancelotti lobt Matchwinner Neuer - Bayern siegt 3:1

Im Derby gegen einen forsch aufspielenden FC Ingolstadt benötigen die Bayern den besten Torwart der Welt, um als Sieger vom Rasen zu gehen. Ancelotti lobt die Mentalität, Kauczinski beklagt den Chancenwucher.

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Der FC Bayern setzt sich mit viel Mühe gegen den FC Ingolstadt durch.

Quelle: Tobias Hase

München. Im grünen Muskelshirt stand Manuel Neuer mit seinen Kollegen vor der Fankurve. Und den Jubel der Bayern-Anhänger hatte nach dem 3:1 (1:1) gegen den couragiert aufspielenden FC Ingolstadt ausnahmsweise vor allem der Fußball-Nationaltorhüter verdient.

"Jeder weiß, er ist der beste Torhüter der Welt", kommentierte auch Trainer Carlo Ancelotti, der zum Start des Oktoberfestes mit seinem Team auf einen Arbeitssieg anstoßen konnte. "Man spielt nicht immer gut", sagte Ancelotti. Er lobte die Mentalität seiner Mannschaft.

Der deutsche Serienmeister benötigte Kampfkraft, Glück und eben einen bärenstarken Neuer im Tor, um den dritten Sieg im dritten Bundesligaspiel einzufahren. Torjäger Robert Lewandowski (13. Minute) mit seinem fünften Saisontreffer sowie Xabi Alonso (50.) und Rafinha (84.) mit zwei strammen Distanzschüssen sorgten für den Erfolg.

Der Außenseiter aus Ingolstadt ging zwar durch Dario Lezcano in Führung (8.), konnte sich wegen einer schwachen Chancenverwertung aber nicht mit einem verdienten Punktgewinn belohnen. "Wir haben die Bayern maximal geärgert", sagte FCI-Coach Markus Kauczinski, der haderte: "Wir müssen lernen, unsere Möglichkeiten reinzumachen."

Auf fünf Positionen veränderte Ancelotti seine Startelf im Vergleich zum 5:0 in der Champions League gegen FK Rostow. Einige Umstellungen wurden durch Erkrankungen erzwungen. Neben Philipp Lahm, David Alaba und Thomas Müller fiel kurzfristig auch der erkältete Mats Hummels aus, weshalb Joshua Kimmich in die Innenverteidigung rücken musste.

Bevor sich die Münchner Abwehr neu sortiert hatte, stand es 0:1. Mathew Leckie schickte Lezcano steil in den Strafraum, und der Mittelstürmer überwand Neuer aus spitzem Winkel. Es war das erste Gegentor der Saison für den Nationaltorwart. "Man kann immer ein Tor kassieren, aber wichtig ist, dass man einen Rückstand aufholen kann", sagte Neuer.

Kauczinski schickte seine Elf erstmals in einem 4-2-3-1-System mit zwei Sechsern (Roger und Pascal Groß) ins Spiel. Ingolstadt presste vorne gut. Nach einem energischen Ballgewinn von Arturo Vidal passte Franck Ribéry auf Lewandowski. Der Torjäger bewies seine Weltklasse mit einem gefühlvollen Lupfer über den herausstürzenden Ingolstädter Schlussmann Ørjan Nyland.

Die Sorglosigkeit der Münchner in der Defensivarbeit eröffnete den Gästen viele Möglichkeiten. Der agile Leckie verzog nach Doppelpass mit Lezcano (36.) und prüfte kurz darauf Neuer mit einem Flachschuss (37.). Ancelotti reagierte zur Pause und wechselte Douglas Costa für den nach seiner Fußverletzung blassen Kingsley Coman ein. Der Brasilianer war Ausgangspunkt des Münchner Führungstores, das Alonso auf Vorlage von Ribéry mit einem Rechtsschuss erzielte.

Die individuelle Klasse gab so den Ausschlag. Das galt auch für Neuer, der mit einer überragenden Abwehrtat gegen Leckie das 2:2 verhinderte (53.). Ingolstadt verdiente sich weiter Lob - aber keine Punkte. Das lag auch am Unvermögen: Der eingewechselte Lukas Hinterseer schoss bestens freigespielt knapp am Tor vorbei (68.). "Es gibt nicht viele Tage, an denen man den FC Bayern in der Allianz Arena schlagen kann. Heute war so ein Tag", kommentierte FCI-Kapitän Marvin Matip: "Unsere Chancenauswertung war leider miserabel."

In der Schlussphase wechselte Ancelotti sogar Weltmeister Jérôme Boateng ein, um mit dem Rückkehrer den Vorsprung zu sichern. Kaum war Boateng auf dem Feld, durfte er Rafinhas Tor zum 3:1 bejubeln. In der Nachspielzeit zeichnete sich Neuer nochmal gegen Stefan Lex aus.

dpa

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