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Argentinier sprechen nicht mehr mit der Presse

Fußball Argentinier sprechen nicht mehr mit der Presse

Sportlich läuft es bei Argentiniens Fußballern wieder besser, mit 3:0 gewann das Team um Superstar Lionel Messi gegen Kolumbien. Doch es gibt Ärger mit der heimischen Presse. Grund dafür sind Spekulationen über einen Joint im Mannschaftshotel.

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Lionel Messi (M.) feiert mit Ángel Di María einen Treffer.

Quelle: Nicolas Aguilera

San Juan. Mit seinen Nationalmannschaftskollegen im Rücken stand Lionel Messi nach dem WM-Quali-Sieg gegen Kolumbien vor den Medien. Der 29-Jährige erklärte, dass sein Team nicht mehr mit den Journalisten sprechen werde.

Hintergrund ist der Ärger über Meldungen zu Stürmer Ezequiel Lavezzi. Dem Team bleibe "nichts anderes übrig", verkündete Messi die Entscheidung nach dem 3:0 am Dienstag. "Wir erhalten viele Anschuldigungen, viel Respektlosigkeit, aber das übertrifft alles", sagte der Fußball-Star des FC Barcelona.

Am Montag hatte ein argentinischer Radiojournalist in sozialen Medien behauptet, dass Lavezzi derzeit nicht spielen dürfe, weil er einen Joint in der Mannschaftsunterkunft geraucht habe. "Die Anschuldigung, die gegen "Pocho" gemacht wurde, ist sehr schlimm, denn wenn wir nichts dazu sagen, werden die Leute behaupten, dass es so ist, und wir ziehen es vor, dem ein für alle Mal ein Ende zu setzen", sagte Messi.

Lavezzi spielt nach einer Verletzung bei der Copa América derzeit nicht. Auf Twitter kündigte er an, rechtliche Schritte gegen den Journalisten wegen dessen "falscher Aussagen" einzuleiten. Diese hätten "großen Schaden bei meiner Familie und in meiner Arbeit verursacht".

Bereits am Wochenende hatte es Gerüchte gegeben, wonach die argentinische Mannschaft ihre Kommunikation zur Presse kappen wolle. Zuletzt hatte der zweimalige Weltmeister viel Kritik für seine schwachen Leistungen bei der südamerikanischen WM-Qualifikation geerntet. Argentiniens Trainer Edgardo Bauza befürwortete die Entscheidung der Mannschaft. Diese sei nicht aus dem Moment heraus gefallen, "sie ergab sich aus der gesamten Woche".

Sportlich ist Argentinien dagegen wieder in der Spur. Nach der 0:3-Klatsche in der Woche zuvor gegen Brasilien siegte die "Albiceleste" 3:0 gegen Kolumbien. Messi war dabei der überragende Spieler auf dem Platz. Das erste Tor erzielte er mit einem direkt verwandelten Freistoß selbst (9. Minute), für die beiden weiteren Treffer von Lucas Pratto (23.) und Ángel Di María (84.) lieferte er die Vorlagen. Mit 19 Punkten stehen Messi und seine Kollegen jetzt auf Platz fünf der südamerikanischen WM-Qualifikation. Die ersten vier Mannschaften qualifizieren sich für die WM.

dpa

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