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BVB erkämpft sich 1:1-Remis gegen Hertha BSC

Fußball BVB erkämpft sich 1:1-Remis gegen Hertha BSC

Borussia Dortmund hat sich im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga ein Remis gegen Hertha BSC erkämpft.

Dank des späten Ausgleichstreffers (80. Minute) von Pierre-Emerick Aubameyang kam die Borussia am Freitagabend zu einem 1:1 (0:0) gegen Hertha BSC und blieb damit auch im 25. Heimspiel in Serie ungeschlagen.

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Schiedsrichter Patrick Ittrich (r) zeigt Berlins Valentin Stocker die rote Karte.

Quelle: Marcel Kusch

Dortmund. Valentin Stocker (51.) hatte die Hertha vor 80 800 Zuschauern zuvor in Führung geschossen, Aubameyang (77.) nur drei Minuten vor seinem Ausgleich einen Elfmeter vergeben. Emre Mor (84.) und später auch Stocker (90.) schickte Schiedsrichter Patrick Ittrich wegen einer Tätlichkeit beziehungsweise eines groben Foulspiels mit Roten Karten vom Platz.

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Berlins Torhüter Rune Jarstein hält den Elfmeter von Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang (r).

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"Für die Fans war es ein schönes Spiel. Das war Männerfußball, viele Zweikämpfe, ich mag sowas", sagte Hertha-Coach Pal Dardai im Anschluss dem TV-Sender Sky. BVB-Mittelfeldspieler Sebastian Rode wirkte dagegen unzufrieden. "Wir haben noch nie so zusammengespielt. Wir wissen, dass wir es alle besser können."

Sein Trainer Thomas Tuchel hatte die Partie notgedrungen mit der drittjüngsten Startelf in Bundesliga-Historie des BVB begonnen. Die Stammkräfte Sokratis, Raphael Guerreiro und Lukasz Piszczek waren allesamt verletzt von ihren Länderspielreisen zurückgekehrt - und hatten die Verletztenliste des Vizemeisters damit auf zehn Spieler erhöht. "Wir haben uns lange Zeit sehr schwer getan gegen einen disziplinierten und hartnäckig verteidigenden Gegner", sagte Tuchel.

Die Ausfallmisere beförderte den 20 Jahre alten Spanier Mikel Merino in die Innenverteidigung und zu seinen ersten Pflichtspielminuten im BVB-Trikot. Der Neuzugang spielte weitgehend solide, wurde allerdings meist von der clever agierenden Hertha an der Spieleröffnung gehindert. Auch wegen Merino hatte die erste Elf des BVB am Freitagabend ein Durchschnittsalter von 22 Jahren und 337 Tagen.

Die jungen Dortmunder hätten die taktische Grundordnung der Berliner trotz mangelnder Erfahrung schon nach wenigen Minuten aufbrechen können. Nach einer schönen Flanke des 18-jährigen Christian Pulisic hätte der 19-jährige Emre Mor das 1:0 erzielen können - sein Volleyschuss aus rund 16 Metern ging allerdings deutlich am Tor vorbei.

Fünf Tage vor dem Champions-League-Spiel bei Sporting Lissabon verfing sich Tuchels Mannschaft im Anschluss weitestgehend im eigenen Ballbesitzspiel. Der BVB machte das Spiel, Hertha verteidigte kompakt - und schockte die Gastgeber kurz nach dem Seitenwechsel. Nach einem Einwurf in der BVB-Hälfte kam der Ball zu Vedad Ibisevic, der per Hacke die gesamte Innenverteidigung der Dortmunder ausspielte und auf Stocker weiterleitete, der eiskalt ins rechte Eck schob.

Anschließend versuchte Tuchel mit einem Doppelwechsel das lahmende Offensivspiel seines Teams zu beleben. Für den schwachen Mario Götze kam Shinji Kagawa, für Sebastian Rode schickte er Ousmane Dembélé aufs Feld. Vor allem der 19 Jahre alte Dembélé war für die im Anschluss Hertha kaum zu greifen, auch Kagawa war am Aufbäumen des BVB beteiligt. Einen Schuss des Japaners wehrte Genki Haraguchi im Strafraum mit dem Arm ab, was zum Elfmeter führte. Doch den schwach geschossenen Strafstoß von Aubameyang (77.) wehrte Hertha-Torhüter Rune Jarstein ab.

Nur drei Minuten später machte es der Gabuner besser und verwertete eine flache Flanke von Dembélé zum verdienten Ausgleich. Wegen eines Schubsers gegen Sebastian Langkamp sah Dortmunds Mor (84.) kurz vor Schluss noch eine umstrittene Rote Karte. Klarer war die Entscheidung gegen Stocker, der Ginter beidbeinig von hinten umgegrätscht hatte.

dpa

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