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BVB zu Hause weiter eine Macht - 3:0 gegen Hamburg

Fußball BVB zu Hause weiter eine Macht - 3:0 gegen Hamburg

Viele Chancen vergeben, zwischenzeitlich gewankt und dann doch klar gewonnen. Der BVB hat mit dem Sieg gegen den HSV seine Pflicht im Kampf um die direkte Königsklassen-Qualifikation erfüllt, bekommt dafür aber nicht die erhoffte Belohnung.

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Torschütze Pierre-Emerick Aubameyang (r) jubelt. Der Stürmer gewann mit dem BVB 3:0 gegen den Hamburger SV.

Quelle: Bernd Thissen

Dortmund. Borussia Dortmund bleibt im Rennen um die direkte Champions-League-Qualifikation und hat die Abstiegsnöte des Hamburger SV vergrößert. Mit dem 3:0 (1:0) über den Tabellen-14. stimmte sich der Revierclub auf das Top-Duell am Samstag beim FC Bayern München ein.

Vor 81 360 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park sorgten Gonzalo Castro (13. Minute), Shinji Kagawa (81.) und Pierre-Emerick Aubameyang (90.+2) am Dienstag für den verdienten Sieg der Borussia im 100. Liga-Duell mit dem HSV.

Dagegen mussten die Hamburger nach zuvor vier Fußball-Bundesliga-Spielen ohne Niederlage wieder einen Dämpfer hinnehmen. "Ich finde es etwas zu happig, das Ergebnis", sagte HSV-Sportdirektor Jens Todt. "Wir haben das Spiel 80 Minuten absolut offen gehalten."

Durch den 1:0-Sieg von 1899 Hoffenheim gegen Bayern München im Parallelspiel verpasste Dortmund trotz des Erfolgs den Sprung auf Platz drei. Drei Tage nachdem Aubameyang mit seinem Masken-Jubel im Revierderby für Wirbel gesorgt hatte, führte der Gabuner sein Team als Kapitän auf den Platz. Von einer ungewöhnlichen Maßnahme wollte BVB-Trainer Thomas Tuchel jedoch nichts wissen. Er habe nach einigen Ausfällen die ganz normale Kapitänsreihenfolge beibehalten, sagte der Coach vor der Partie beim TV-Sender Sky - unter anderem musste er ohne Marcel Schmelzer, Sokratis und Marco Reus auskommen.

Tuchel hatte angekündigt, die Partie "sehr offensiv angehen" zu wollen. Und genau so startete Dortmund: Aubameyang scheiterte bereits nach vier Minuten freistehend an HSV-Keeper René Adler, wenig später tat es Ousmane Dembélé seinem Sturmkollegen aus spitzem Winkel gleich. Die dritte Chance brachte dann das 1:0: Castro platzierte einen Freistoß aus halblinker Position in die Torwartecke - Adler sah dabei nicht gut aus.

Der HSV, der auf Stamm-Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos verzichten musste, wirkte in der Defensive immer dann anfällig, wenn Dortmund das Spiel schnell machte. Nach Ballgewinnen suchten die Norddeutschen ihrerseits zügig den Weg nach vorne - zumeist über Bobby Wood. Der Stürmer hatte im ersten Durchgang auch die beste Gelegenheit für die Gäste, doch BVB-Torhüter Roman Bürki parierte (10.).

Für Dortmund hatte Aubameyang (27./43.) weitere gute Möglichkeiten, die Führung vor der Pause auszubauen. "Es war einfach fahrlässig", sagte Tuchel zu den ausgelassen Möglichkeiten. "Ich glaube schon, dass wir früher das ein oder andere Tor hätten machen können", meinte auch BVB-Abwehrspieler Matthias Ginter.

Die Chancenverwertung war auch nach dem Seitenwechsel zunächst das große Manko der Borussia. Raphael Guerreiro (50.), Kagawa (56.), Dembélé (58.) sowie Emre Mor (60.) vergaben zum Teil beste Gelegenheiten. Nach einer Stunde hätte Dortmund deutlich führen müssen, doch der HSV blieb im Spiel und hatte durch Wood (63.) und zweimal Filip Kostic (64./74.) Ausgleichsmöglichkeiten. Die Hamburger kamen jedoch nicht an Bürki vorbei und versäumten es, die geringe Effizienz des BVB zu bestrafen.

Neun Minuten vor dem Ende entschied Kagawa mit dem 2:0 schließlich die Partie. Aubameyang machte es in der Nachspielzeit dann mit seinem 25. Saisontor doch noch deutlich. Für Dortmund war es das 34. Heimspiel ohne Niederlage nacheinander.

dpa

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