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Bayern knickt ein: Kramaric lässt Hoffenheim jubeln

Fußball Bayern knickt ein: Kramaric lässt Hoffenheim jubeln

Nach 15 Liga-Spielen ohne Niederlage hat es die Bayern wieder erwischt. Ein Tor von Andrej Kramaric besiegelt die zweite Saisonpleite des Meisters. Hoffenheim verteidigt damit Platz drei erfolgreich und darf von der Champions League träumen.

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Bayern-Torwart Sven Ulreich sah beim Hoffenheimer Siegtreffer unglücklich aus.

Quelle: Uwe Anspach

Sinsheim. Mit fulminantem Fußball hat 1899 Hoffenheim den FC Bayern München zu Fall gebracht und eine Woche vor dem Champions-League-Kracher gegen Real Madrid einige Schwachstellen beim Rekordmeister aufgedeckt.

Die Mannschaft von Jung-Trainer Julian Nagelsmann fügte dem Bundesliga-Spitzenreiter beim 1:0 (1:0) die zweite Saisonniederlage zu. Der herausragende Andrej Kramaric krönte in der 21. Minute mit seinem elften Saisontreffer den Gala-Auftritt des Tabellendritten. Damit hält die TSG weiter Kurs auf ihre erste Teilnahme an der Königsklasse.

"Ich habe vor dem Spiel gesagt, ein Unentschieden würde mich zufrieden machen. Der Sieg ist jetzt unfassbar. Das war ein großer Schritt Richtung Europa", sagte Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp und Trainer Julian Nagelsmann ergänzte: "Ein Sieg gegen die Bayern tut immer gut. Unser Vertrauen steigt natürlich. Wir haben mutig Fußball gespielt."

Vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena blieben die Kraichgauer zuhause ungeschlagen und feierten im 18. Anlauf den ersten Sieg im Oberhaus gegen die Münchener. Nach 27 Spielen haben die Bayern aber immer noch 13 Punkte Vorsprung auf Verfolger RB Leipzig, der an diesem Mittwoch in Mainz gastiert.

Aufseiten der Bayern war dagegen die Enttäuschung groß: "Das darf nicht passieren. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gestanden, waren immer einen Schritt zu spät. Die zweite Halbzeit war viel besser. Die Chancen gingen aber nicht rein."

Im Duell zwischen dem Trainer-Routinier Carlo Ancelotti (57) und dem erst 29 Jahre alten Bayern-Fan Nagelsmann ließ der Italiener die Weltmeister Philipp Lahm und Jérôme Boateng sowie Franck Ribéry zunächst auf der Bank. Die verletzten Nationalspieler Manuel Neuer und Thomas Müller sowie Thiago hatte Ancelotti gut eine Woche vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid ohnehin nicht mitgenommen.

Die eingesetzten Edelreservisten Kingsley Coman und Renato Sanches kamen kaum zum Zug, da die Hoffenheimer wie von Nagelsmann angekündigt mutig angriffen und eine furiose Startphase hinlegten: Zweimal Kramaric und Nadiem Amiri vergaben in den ersten zehn Minuten dicke Chancen.

Als sich die Bayern einigermaßen sortiert zu haben schienen, nutzte der quirlige Kramaric nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Mats Hummels seine Freiheit: Der kroatische Nationalstürmer zog aus gut 20 Metern ab und Neuer-Vertreter Sven Ulreich bekam die Hand nicht mehr richtig an den Ball - 1:0 für die Gastgeber.

Die Münchener kamen im ersten Durchgang oft einen Schritt zu spät gegen ungemein spritzige und spielstarke Hoffenheimer. So schimpfte Torjäger Robert Lewandowski nach so manchem missglückten Angriff des Tabellenführers vor sich hin. In der rasanten Partie rettete dann Ulreich mit einem Reflex, als Kerem Demirbay (41.) nach einem Kramaric-Pass frei vor ihm auftauchte. Kurz vor der Pause brachte dann Lewandowski die TSG mal in Schwierigkeiten, bugsierte den Ball aber nur an die Latte.

Nach dem Wechsel waren die Bayern am Drücker: Lewandowski (55.) und Coman (60.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß. Die Hoffenheimer konnten nicht mehr an das Tempospiel der ersten 45 Minuten anknüpfen, obwohl Nagelsmann mit Pirmin Schwegler und Adam Szalai nach einer guten Stunde zwei frische Kräfte brachte.

Eine überzeugende Partie gegen ihren künftigen Arbeitgeber boten die Nationalspieler Sebastian Rudy und Niklas Süle. Der auffälligste der Gastgeber aber blieb Kramaric, der in der 67. Minute frei vor Ulrich den Ball nicht richtig traf und das 2:0 verpasste.

Mit der Hereinnahme von Ribéry wuchs der Druck der Gäste. Der Franzose schoss in der 73. Minute knapp am Gehäuse von Oliver Baumann vorbei. Der Tabellenführer rannte in der Schlussphase zwar entschlossen dem Rückstand hinterher, konnte die zweite Saison-Niederlage nach dem 0:1 bei Borussia Dortmund am 11. Spieltag aber nicht mehr abwenden.

dpa

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