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Blitztor von Herthas Haraguchi besiegt Ingolstadt

Fußball Blitztor von Herthas Haraguchi besiegt Ingolstadt

Mit einem hart erkämpften Heimsieg rettet Hertha den Jahresauftakt. Ein Japaner fühlt sich durch ein Trainingsfoul besonders angestachelt. Ingolstadt vergisst, sich selbst zu belohnen.

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Roger De Oliveira (M) vom FC Ingolstadt verliert den Kampf um den Ball gegen die Berliner Vedad Ibisevic (l) und Valentin Stocker.

Quelle: Annegret Hilse

Berlin. Ein Blitztor von Genki Haraguchi sorgt bei Hertha BSC für große Erleichterung. "Es war ein schlechtes Spiel, aber es war wichtig zu gewinnen", erklärte Salomon Kalou nach dem mühevollen 1:0 (1:0)-Sieg des Berliner Fußball-Bundesligisten gegen den FC Ingolstadt.

Die Entscheidung besorgte der Japaner mit seinem ersten Saisontreffer schon nach 59 Sekunden - es war Herthas schnellstes Ligator seit dem 9. August 2002. Damals hatte der Belgier Bart Goor beim 2:2 in Dortmund bereits nach 53 Sekunden getroffen.

Mit dem insgesamt achten Sieg im neunten Heimspiel, der mit viel Kampf und Krampf gesichert wurde, rückte das Team von Trainer Pal Dardai (33 Punkte) nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen wieder in die Tabellenregion, die zum Saisonende einen internationalen Startplatz garantiert. "Es war wichtig für das Selbstvertrauen", betonte Hertha-Torwart Rune Jarstein. Der Norweger verhinderte in der Schlussphase mit guten Paraden gegen Robert Leipertz und Romain Brégerie den Ausgleich der Oberbayern. "Die Mannschaft hat mit großer Mentalität das 1:0 nach Hause gebracht", betonte Dardai.

Hertha begann vor der bescheidenen Kulisse von 33 425 Fans wie von Coach Dardai gefordert mit mehr Mut und Tempo als zuletzt. Kalou nutzte schon in der ersten Spielminute einen Fehler des Ingolstädter Verteidigers Roger und passte von der linken Seite flach auf Haraguchi, der den Ball aus 14 Metern ins Tor schob. "Ich habe vor dem Spiel zu Genki gesagt, er muss mir mal eins auflegen. Jetzt hat er selbst getroffen. Das ist umso besser", sagte Kalou.

Dabei hatte der Einsatz des japanischen Nationalspielers nach einer Trainingsblessur in dieser Woche lange in Frage gestanden. Erst zum Abschlusstraining bekam der Flügelspieler Haraguchi von der medizinischen Abteilung grünes Licht. "Das Tor hat am Ende gereicht", bemerkte Manager Michael Preetz ebenfalls erleichtert.

Ingolstadt verlor auch das vierte Erstligaspiel gegen Hertha und steht in der Tabelle jetzt wieder auf einem direkten Abstiegsplatz (15 Punkte). Dabei hatten sich die Gäste, die ohne Mathew Leckie (Prellung) und Almog Cohen (Innenbandzerrung) antreten mussten, schnell vom frühen Gegentor-Schock erholt und mehrmals das Berliner Tor bedrängt - die Belohnung aber blieb aus.

"Zwischen der 60. und 80. Minute war eine Phase, da hätten wir das 1:1 durchaus verdient gehabt. Leider ist uns das Tor nicht gelungen, weil Kleinigkeiten gefehlt haben und auch das Quäntchen Glück", sagte Ingolstadts Trainer Maik Walpurgis. Schon vor der Pause war der Ausgleich drin: Florent Hadergjonaj flankte, Pascal Groß vergab aus bester Position (41.).

Hertha wirkte über weite Strecken zu passiv und spielte sich erst später wieder klare Möglichkeiten heraus. Nach Eingabe von Rechtsverteidiger Peter Pekarik konnte der diesmal als Spielmacher aufgebotene Valentin Stocker den Ball nicht richtig kontrollieren (50.). Der etatmäßige "Zehner" Vladimir Darida agierte dieses Mal ein Stück weit defensiver. Große Offensivwirkung konnte er wie auch Tor-Vorbereiter Kalou aber nicht erzielen.

So reichte am Ende das Blitztor zum Hertha-Dreier, weil die Berliner ihre Heimfestung erfolgreich verteidigten. Die Abwehr um Sebastian Langkamp, der für den gesperrten Niklas Stark spielte, hielt auch den Ingolstädter Versuchen in der Schlussphase stand.

dpa

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