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DEB sucht nach Kölliker-Aus Sportdirektor

Eishockey DEB sucht nach Kölliker-Aus Sportdirektor

Ein Jahr nach dem Abschied von Eishockey-Idol Uwe Krupp steht die Nationalmannschaft schon wieder vor einem Neuanfang. Die Trennung von Bundestrainer Jakob Kölliker lässt den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) ratlos zurück.

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Jakob Kölliker ist nicht mehr Eishockey-Bundestrainer.

Quelle: Peter Steffen

München. Anders als geplant hat Kölliker auch als Sportdirektor keine Zukunft mehr. Dadurch sind sieben Monate vor der Qualifikation für Olympia 2014 die zwei wichtigsten Posten beim DEB-Team vakant. "Die letzten Details in Sachen einer Nachfolgeregelung werden derzeit final beraten und in den nächsten Tagen der Öffentlichkeit präsentiert", teilte der DEB mit, nachdem der Verband tagelang zur Personalie Kölliker geschwiegen hatte.

"Der DEB möchte sich wohl neu ausrichten. Wie das aussehen soll, weiß ich auch nicht", sagte Kölliker der Nachrichtenagentur dpa, nachdem sein ausgelaufener Vertrag nicht verlängert wurde. Gesucht wird nun zunächst ein Sportdirektor. Der Bundestrainer könnte in Zukunft nach einem für Deutschland ungewöhnlichen Modell von Turnier zu Turnier wechseln. "Man will wohl keinen hauptamtlichen Trainer mehr, sondern nur noch einen für die Turniere. Also ein bisschen das System Kanada", sagte der geschasste Schweizer dazu.

Doch ein Sportdirektor ist nicht in Sicht. Überhaupt ist dieser Posten seit der Entmachtung des aktuellen DEB-Generalsekretärs Franz Reindl im Vorjahr unbesetzt. Nach einem Bericht des Fachmagazins "Eishockey News" sollen die beiden DEL-Manager Peter-John Lee (Berlin) und Karl-Heinz Fliegauf (Wolfsburg) zusammen mit Reindl und Torwarttrainer Klaus Merk vorerst die Geschicke des Nationalteams leiten.

Eigentlich sollte Kölliker nach der WM im Mai Sportdirektor werden und zum neuen starken Mann der Nationalmannschaft aufgebaut werden. "Leider konnte er aber an die Erfolge der letzten beiden Weltmeisterschaften sowie beim Deutschland Cup nicht anknüpfen. Letztlich muss er sich daran aber messen lassen", befand DEB-Vizepräsident Manuel Hüttl. Kurz vor der WM hatte DEB-Präsident Uwe Harnos noch mit der Ankündigung überrascht, Kölliker unbedingt langfristig binden zu wollen. "'Köbi' ist unser Mann. Er hat unser Vertrauen und bislang alles richtig gemacht", hatte Harnos Ende April erklärt. Dies galt nach der verkorksten WM nicht mehr.

Der Schweizer, der erst vor einem Jahr das DEB-Team von Krupp übernommen hatte, verlor nach dem durch zwei herbe WM-Abschlusspleiten gegen Norwegen (4:12) und Tschechien (1:8) verpassten Viertelfinale und der dadurch missglückten direkten Olympia-Qualifikation den Rückhalt. Lee und Fliegauf hatten zusammen mit Kölliker die auch nach dessen Worten "vernichtende" WM aufgearbeitet.

An die DEB-Spitze wurde anschließend die Empfehlung herangetragen, nicht weiter mit Kölliker zusammenzuarbeiten. Der DEB folgte dem, steht nun aber gänzlich ohne Führung für das Nationalteam da. Der lange Zeit als Wunschkandidat gehandelte Ralph Krueger ist inzwischen als erster Deutscher überhaupt Chefcoach eines NHL-Clubs (Edmonton). Ohnehin wäre seine Verpflichtung wohl zu teuer gewesen.

Nun drängt die Zeit: Anfang November bereitet sich die DEB-Auswahl beim traditionellen Deutschland-Cup in München auf die wichtigen folgenden Aufgaben vor. Vom 7. bis 10. Februar kämpft Deutschland in Bietigheim oder Krefeld mit Italien, Österreich und einem Qualifikanten um die Qualifikation für Olympia 2014 in Sotschi. Drei Monate später geht es nach Helsinki zur WM.

Ist ein Sportdirektor gefunden, könnten bei den Turnieren künftig auch DEL-Trainer wie Köllikers Vorgänger Krupp (Köln) oder der bisherige Assistent Harold Kreis (Mannheim) an der Bande stehen.

dpa

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