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DSV-Adler hoffen in Lahti auf weitere Medaillen

Ski nordisch DSV-Adler hoffen in Lahti auf weitere Medaillen

Die deutschen Skispringer gehen zuversichtlich in die WM-Entscheidung auf der Großschanze. Nach einem kompletten Medaillensatz auf der kleinen Anlage ist der Druck weg. Der Auftritt in der Qualifikation machte allerdings wenig Mut.

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Markus Eisenbichler landete von der Großschanze nur bei 105,4 Metern.

Quelle: Hendrik Schmidt

Lahti. Bei einem Ausflug mit Schneemobilen gaben die deutschen Ski-Adler ordentlich Gas, vor dem WM-Showdown auf der Großschanze wurden sie dann aber in der Qualifikation ausgebremst.

Bei dichtem Schneeregen sprangen die Schützlinge von Bundestrainer Werner Schuster der Konkurrenz weit hinterher und hoffen für den Wettkampf an diesem Donnerstag (17.30 Uhr) vor allem auf besseres Wetter. "Wenn die Bedingungen fair sind, werden wir ein Wörtchen mitreden", sagte Schuster.

Beim launigen Abendessen in der Pizzeria "Mamma Maria" hatte sich das Team um die Mixed-Weltmeister Andreas Wellinger und Markus Eisenbichler am Dienstag für die Aufgabe eingestimmt. Schuster hatte die Zügel ganz bewusst locker gelassen und seinen furios in die Titelkämpfe gestarteten Schützlingen eine zusätzliche Schanzen-Auszeit gegönnt. "Wir wollten noch einmal loslassen und haben uns bewusst für eine Pause entschieden, um noch einmal Kraft für die letzten beiden Entscheidungen zu tanken", sagte Schuster.

Mit Gold im Mixed sowie Silber und Bronze durch Wellinger und Eisenbichler haben die DSV-Springer das WM-Soll schon auf der Normalschanze übererfüllt. Damit ist der Druck weg. "Alles was jetzt noch kommt, ist Zugabe", erklärte Wellinger. Und Eisenbichler meinte: "Es wird schwierig, dieses Ergebnis auf der großen Schanze zu toppen."

Das wurde in der Ausscheidung deutlich, in der Eisenbichler bei schwierigen Bedingungen nur auf 105,5 Meter kam. Wellinger schaffte immerhin 114 Meter, lag damit aber auch weit hinter den Besten, zu denen der Slowene Peter Prevc mit 127,5 Metern gehörte.

Die Ursache dafür war eine zu geringe Anfahrtsgeschwindigkeit. "Eineinhalb km/h bin ich selten hinterher gefahren", stellte Wellinger fest. Schusters Zuversicht tat das schwache Ergebnis keinen Abbruch. "Für uns ist alles drin, auch wenn das jetzt nicht so aussieht", sagte er.

Der Medaillenhunger seiner Schützlinge ist längst nicht gestillt. Immerhin gilt es den Titel zu verteidigen, mit dem der verletzte Severin Freund 2015 eine 14-jährige Gold-Durststrecke beendet hatte. "Wir sind froh, dass wir gut gestartet sind. Aber wir wollen jetzt auch durchziehen. Wir sind sehr motiviert", erklärte Schuster. Die gute Stimmung erhielt durch die verpatzte Qualifikation allerdings einen kleinen Dämpfer.

Zumal die Medaillen-Konkurrenz groß ist. Da ist zum einen Stefan Kraft, der auf der Normalschanze Gold holte. "Ich weiß, dass ich sehr gute Chancen habe. Ich möchte wieder mitmischen", sagte der Österreicher.

Das hat auch Vierschanzentourneesieger Kamil Stoch aus Polen vor. Der Weltcup-Spitzenreiter, 2013 schon einmal Weltmeister, ging wie seine Teamkollegen auf dem kleinen Bakken überraschend leer aus. "Auf der Großschanze wollen wir mehr. Die Jungs haben auch das Potenzial dazu", verkündete Polens Team-Manager Adam Malysz. Und dann hat Schuster auch noch Vorjahres-Dominator Prevc auf der Rechnung.

Angst macht das den deutschen Ski-Adlern aber nicht. "Ich habe schon Silber und Gold - besser kann es nicht laufen", sagte Hoffnungsträger Wellinger. "Da kann ich jetzt befreit drauflos springen."

dpa

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