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Deutsche Abfahrer mit Podiums-Auftrag beim Weltcup-Finale

Ski alpin Deutsche Abfahrer mit Podiums-Auftrag beim Weltcup-Finale

Die Kristallkugeln bekommen andere. Beim Weltcup-Finale in Aspen sind die zehn qualifizierten deutschen Skirennfahrer aber dennoch mehr als nur Statisten. Gute Ergebnisse in den letzten Rennen des WM-Winters sind die Grundlage für einen optimalen Start in die Olympia-Saison.

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Thomas Dreßen überzeugte in der Abfahrt als WM-Zwölfter und zuletzt mit einem überraschenden sechsten Rang beim Weltcup in Kvitfjell.

Quelle: Alessandro Trovati

Aspen. Bei der großen Abschlussparty des Alpin-Winters wollen die deutschen Skirennfahrer mehr als nur dabei sein. Wenn die Abfahrer am Mittwoch (16.30 Uhr) das Weltcup-Finale in Aspen eröffnen, haben Andreas Sander und Thomas Dreßen einen ambitionierten Auftrag.

"Wir wollen mal auf ein Podium fahren, das werden wir hier versuchen zu erreichen", sagte Alpin-Chef Wolfgang Maier der Deutschen Presse-Agentur vor den letzten Rennen. Dass just die Schussfahrer im Deutschen Skiverband zu den Hoffnungsträgern zählen, schien vor Kurzem noch mehr als abwegig.

Dann aber formulierte Cheftrainer Mathias Berthold das ambitionierte - und scheinbar verwegene - Ziel, bei Olympia 2018 um Speed-Medaillen fahren zu wollen. Und in diesem Winter schafften es seine Fahrer dann tatsächlich immer weiter nach vorn. Sander und Josef Ferstl haben je zwei Top-Ten-Plätze im Super-G vorzuweisen, Dreßen überzeugte in der Abfahrt als WM-Zwölfter und zuletzt mit einem überraschenden sechsten Rang beim Weltcup in Kvitfjell. Maier hofft, den jungen Oberbayern als "einen absoluten Weltspitzenfahrer entwickeln" zu können.

In der Mission Olympia-Podium 2018 sieht man sich im DSV im Plan. "Das ist die Richtung", unterstrich Maier und verwies stolz auf seine drei Speed-Schützlinge in Aspen. "Seit ich Sportdirektor bin, hatten wir noch nie mehr als zwei beim Weltcup-Finale dabei", erinnerte er. Die Krönung wäre ein Podium in Abfahrt oder im Super-G am Donnerstag (18.00 Uhr/MEZ). Seit Stephan Kepplers Rang zwei im Super-G von Gröden im Dezember 2010 wartet das DSV-Team auf ein Speed-Podest.

Der Norweger Kjetil Jansrud und Peter Fill aus Südtirol als letzte verbliebene Kandidaten für die kleine Kugel des besten Abfahrers im WM-Winter kennen solch lange Durststrecken freilich nicht. Sie zu schlagen, ist auch in Aspen eine große Herausforderung. Doch Sander und Co. hilft jedes Top-Ergebnis, um in den Startlisten zu Beginn der Olympia-Saison noch weiter nach vorn zu rutschen. Das gilt auch für die meisten anderen der zehn deutschen Sportler in den Rocky Mountains, wie Linus Straßer oder Marina Wallner im Slalom.

Viktoria Rebensburg hat die vorderen Startnummern für den anstehenden Olympia-Winter zwar sicher, will sich nach einer verkorksten Saison aber noch einmal anständig in die Sommerpause verabschieden. "Sie möchte sicher noch einmal auf das Podium fahren", meinte Maier und unterstrich: "Nur zwei in der ganzen Saison sind sicher zu wenig." Weil Rebensburg bei den Damen die einzige ist, die es in dieser Saison auf das Podium schaffte, droht dem DSV die schlechteste Top-3-Bilanz seit elf Jahren, als es nur einen dritten Rang gab.

Für die Olympiasiegerin von 2010 geht es in den USA zwar nicht mehr um Disziplinwertungen, allerdings könnte Rebensburg mit vorderen Ergebnissen in die Kugel-Entscheidungen eingreifen. Die Slowenin Ilka Stuhec in der Abfahrt und Tessa Worley aus Frankreich im Riesenslalom haben die Trophäen nämlich noch nicht fix, auch wenn die Vorsprünge jeweils komfortabel sind. Im Super-G hat Stuhec gar nur 15 Punkte Vorsprung auf Tina Weirather aus Liechtenstein. In der Gesamtwertung muss sich Mikaela Shiffrin den großen Pokal praktisch nur noch abholen. Bei den Herren ist beim großen Winter-Ausklang nur noch die Abfahrtswertung zwischen Jansrud und Fill offen.

dpa

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