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Eintracht-Ärger über Derby-Niederlage gegen Darmstadt

Fußball Eintracht-Ärger über Derby-Niederlage gegen Darmstadt

Das eher langweilige Hessen-Derby endet mit einem Finale furioso. Erst versetzt Darmstadt der Frankfurter Eintracht den späten K.o., dann fallen einige "Lilien"-Fans negativ aus dem Rahmen.

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Die Darmstädter freuen sich über den 1:0-Siegtreffer, Frankfurts Bastian Oczipka fasst an den Kopf.

Quelle: Roland Holschneider

Darmstadt. Erst sorgte Sandro Sirigu mit seinem Last-Minute-Tor für den sportlichen Knalleffekt, dann ließen es einige unverbesserliche Darmstadt-Fans krachen.

Nach dem glücklichen 1:0-Sieg im Hessen-Derby der Fußball-Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt feuerten "Lilien"-Anhänger zwei Leuchtraketen in den Gästeblock und müssen nun mit einem juristischen Nachspiel rechnen. "Ich habe von unseren Sicherheitsbeauftragten gehört, dass wir die zwei Pyro-Abschießer identifiziert haben. Wir werden sie mit allen rechtlichen Möglichkeiten verfolgen", verkündete Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch.

17 000 Zuschauer im ausverkauften "Jonathan-Heimes-Stadion" am Böllenfalltor hatten bei hochsommerlichen Temperaturen einen Fußball-Langweiler ohne große Höhepunkte erlebt, ehe "Joker" Sirigu für ein furioses Finale sorgte. Der kurz zuvor eingewechselte Mittelfeldspieler überlistete den ansonsten beschäftigungslosen Frankfurter Torwart Lukas Hradecky in der 90. Minute mit einem Heber ins lange Eck. "Ich habe gesehen, dass er etwas weit vor dem Tor stand und habe den Ball auf den zweiten Pfosten gechippt. Dass er direkt reinging, ist natürlich umso schöner", schilderte der umjubelte Matchwinner die Szene.

Bis dahin war es auf dem Rasen eher gemächlich zugegangen. Entsprechend sauer war Gäste-Trainer Niko Kovac. "Für uns ist das eine Niederlage, die nicht hätte sein dürfen. Wir haben es nicht geschafft, unsere zwei, drei Chancen in Tore umzumünzen. Wenn man nicht gewinnen kann, darf man nicht verlieren. Ich bin enttäuscht und sehr verärgert", sagte Kovac.

Bei den Frankfurtern erinnerte nichts an den starken Auftritt zum Saisonstart beim 1:0 gegen Schalke 04. Es fehlte an Tempo, Kreativität und Genauigkeit im Passspiel. Selbst bei Standards blieben die Gäste ungefährlich.

Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte wurde die Eintracht etwas zwingender. Zunächst legte Mijat Gacinovic von der Grundlinie auf Chandler (39.) zurück, dessen Schuss Fabian Holland im letzten Moment blockte. Dann scheiterte Branimir Hrgota (41.) am starken "Lilien"-Torwart Michael Esser.

Der erwies sich auch in der Schlussphase als unüberwindbar. "Wir haben Glück und einen guten Torwart gebraucht", resümierte Darmstadt-Trainer Norbert Meier. "Für das Selbstvertrauen ist es sehr wichtig, dass wir die Punkte geholt haben. Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie bereit ist und fighten will."

Vor allem Änis Ben-Hatira sorgte für Belebung in der Offensive. Der im Sommer von Frankfurt nach Darmstadt gewechselte Mittelfeldspieler zielte in der zweiten Halbzeit aber zweimal knapp vorbei.

Die Frankfurter traten frustriert die Heimreise an. "Dass es so endet, ist ganz bitter", erklärte Kapitän Alexander Meier. Der Torjäger blieb in seinem 250. Bundesligaspiel für die Eintracht wie seine Nebenleute blass und stellte enttäuscht fest: "Wir sind wieder auf dem Boden der Tatsachen."

dpa

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