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Fans und Medien scharen sich um Bradl

Motorsport Fans und Medien scharen sich um Bradl

Stefan Bradl kann auch anders. Trotz Hektik und Punktehatz lächelte der Zahlinger beim deutschen Motorrad-WM-Lauf am Sachsenring mehr denn je, winkte den Zuschauern, gab zwischen zwei Interviews schnell das eine oder andere Autogramm.

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Stefan Bradl taut auf dem Sachsenring immer mehr auf.

Quelle: Hendrik Schmidt

Hohenstein-Ernstthal. Vom mürrischen, leidliche Pflichten erfüllenden 22-Jährigen keine Spur. Und die Öffentlichkeit dankte es ihm. So viele gute Wünsche und Aufmunterungen dürfte der bayrische Schwabe selten zuvor erhalten haben. Auch die Medien bedachten den Moto2-Weltmeister mit viel Respekt und Freundlichkeit.

Eigentlich hatte Bradl vor, sich rarzumachen und nur Pflichttermine wahrzunehmen. Doch der Neuling in der MotoGP wurde von der Atmosphäre an der Traditionsstrecke mitgerissen. Sein italienisches LCR-Team hatte punktgenau für den Sachsenring das neue Merchandising-Programm aufgelegt. T-Shirt in schwarz und grau, Basecap mit der Startnummer 6 und Bradls Unterschrift, Kapuzenshirts sowie Pullover sind jetzt im Angebot. "Alles sehr schlicht gehalten, zurückhaltend, so wie es Stefan eben mag. Er wünscht sich auch ein eigenes Logo als Comic. Daran arbeiten wir und werden es nächste Saison präsentieren. Es soll kein Kitsch sein, sondern auch schlicht und anspruchsvoll", sagte Tanja Gvozdenov, Bradls persönliche Medienbeauftragte im LCR-Team.

Autogrammkarten und Poster gibt es nun natürlich auch. Die fanden bei den Fans reißenden Absatz. Und auch für einen spanischen Fanclub fand der Zahlinger Zeit. Der hatte Shirt mit der Aufschrift "Bradl-Gang" drucken lassen und verkaufte diese an einem eigenen Stand. Mit den bildhübschen Verkäuferinnen ließ er sich bereitwillig ablichten.

Doch es gibt auch Grenzen. "Als ich ins Motorhome kam und mich mit Stefan ausruhen wollte, glaubte ich im falschen Wagen zu sein", berichtete Bradls Vater Helmut entrüstet. Zwei Kameraleute, ein Tontechniker, ein Beleuchter und ein Reporter der britischen BBC hatten es sich bequem gemacht und wollten auf Vermittlung von Bradls Manager Phil Baker eine Homestory drehen. "Das geht dann eindeutig zu weit. Wenn du nicht mal in deinen eigenen vier Wänden allein sein kannst, sind Grenzen überschritten", schimpfte Vater Bradl, der WM-Zweite von 1991.

Auf dem Weg zu einem Star der Szene hat Stefan Bradl sportlich und mit seiner Außendarstellung einen weiteren Schritt gemacht. Das nun auch auf anderen Rennstrecken umzusetzen, wird die nächste Aufgabe sein.

dpa

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